das buch „melancholia“ von b. galvani lesen. und ihren gedichtband „moira“, der als privatdruck herausgegeben wurde. auf kartonpapier gedruckt, 1170 exemplare gibt es hiervon.
„ich werde den Blick senken und dich vergleichen,
mit jemandem.
Du hättest es wissen müssen, daß ich dich mit
jemandem vergleiche“ (aus „moira“)
es sind auch die titel der bände. ich hatte auch, ich wollte auch lange etwas zu den moiren schreiben, aber nicht explizit, sondern als darunter liegende struktur des textes.
nächste woche treffe ich a., er hat sich „montauk“ gekauft von m. frisch, weil ich darüber gesprochen habe, dass ich nicht will, dass jmd sich fühlt, als wäre er nur literarisches material für mich und dabei habe ich das buch referenziert. und das fand er spannend. ich kann mir vorstellen, dass das eine gute freundschaft wird, zuallererst. es hat zumindest eine leichtigkeit, er kann extrem gut kommunizieren, ich kenne das nicht, dass jmd die meta-ebene sofort so mitdenkt und mir exakt mitteilen kann und auch will, was er fühlt, was seine reaktionen auf meine nachrichten sind, nach 2 wochen. das finde ich faszinierend. es kommt mir auch vor, es wäre länger. es liegt natürlich auch an mir, ich kann das jetzt, wenn ich will, sofort sehr offen sein, aber es ist auch anstrengend. es ist gut, dass er jünger ist als ich. nicht viel, aber doch. ich habe ihm auch schon gesagt, dass es mich beruhigt, dass er in einer offenen beziehung ist und dass das für mich ein grund war, interessiert zu sein, weil ich momentan nicht die verantwortung dafür tragen könnte, dass sich jemand in mich verliebt und eine zukunft mit mir möchte. aber ich kann eine gute freund*in sein und mich auf diese, unsere situation einlassen. seine partnerin hat auch andere partner*innen (das war auch irgendwie ein wichtiger punkt für mich).
und ich weiß auch, aus dem, was er kommuniziert hat, dass er weiß, dass gefühle gefühle sind und entscheidungen entscheidungen. und dass man das nicht miteinander vermischen sollte. und gefühle zwar der grund, aber keine rechtfertigung sein können für entscheidungen.
manchmal, sehr oft, denke ich sachen, die einfach nicht haltbar sind. ich habe mit r auch darüber gesprochen, ich habe ihm gesagt, ich werde jetzt etwas sehr naives sagen.