A

A schreibt mir, was ich lesen will, dass wir nur das machen, was ich wirklich will. Es beruhigt mich, dieses Gespräch über Literatur und Sex, weil es völlig klar ist, dass es respektvoll ist, und dass wir aneinander interessiert sind, aber dass er nicht für mich schwärmt, dass er mich nicht idealisiert, dass es einfach nur für den Moment ist. Und mir geht es auch so. Ich hoffe, das bleibt so, für eine Weile. Ich denke, es hilft mir, mich wieder auf Menschen einzulassen.

Aber auch ein spannendes Gefühl, dieser Ekel davor, dass andere Menschen mich lieben bzw. sich in mich verlieben könnten. Dieser Ekel davor, dieses Gefühl in jmd auszulösen, weil ich es zu stark damit verbinde, dass diese Menschen mich dann zerbrechen.

Das B. Galvagni Buch ist sehr gut.

Über Schwindel und appel du vide nachgedacht.

Das Rauschen im Ohr.

Irgendwann zu Weihnachten das nächste Tattoo. Gemeinsam mit AN.

Ich muss anfangen, an dem Text für die Anthologie zu arbeiten. Wovon ich ausgehen will: Mein Schreiben wurzelt in einer Sprachlosigkeit.

Mitte November kommt LM nach Graz wegen des Fotoshootings für die Anthologie. Ich muss noch überlegen, was ich hierfür will. Es sollte doch anders sein. In meinem Zimmer, das noch immer nicht richtig eingerichtet ist, hängt schon das gemalte Bild, das sie mir geschenkt hat.

Ich denke sehr viel darüber nach, dass A gesagt hat, Bondage ist geführte Meditation.

Ka, vermutlich wäre es sinnvoller, über das Ende der Welt nachzudenken, aber.

Die Wahl ist vorbei. Ich habe zumindest geschafft, mich etwas damit zu beschäftigen (lol, wofür aber, was für ekelhafte Kandidaten das waren). Aber es ist gut, wenn ich mich wieder mit Politik befassen kann. Eine Zeitlang konnte ich das gar nicht und das hat mich doch sehr erschüttert, weil das etwas war, was immer ein Teil von mir war – Interesse an Politik, am Weltgeschehen. Als das weggefallen ist, letztes Jahr, das war ein Gefühl der Leere, das mich tatsächlich sehr beschäftigt hat.

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