folgende

folgende bücher sind gekommen: rachel zucker: museum of accidents (ich will eine sammlung über bücher mit „museum“ im titel) und von lara cardella „ich wollte hosen“ (das ich bei m auf insta gesehen hatte).

ich bekomme nur am rand mit, dass die musk-übernahme nun dazu führt, dass menschen sich wieder weg von twitter bewegen (wollen). man müsste sich eig weg von allen sozialen netzwerken bewegen. es ist eben ein nicht schaffbarer balanceakt oder es ist immer ein kompromiss, zumindest so, wie das internet momentan aufgebaut ist. ich hätte diesen blog auch eher woanders hosten können, denke ich. also wieder bei uberspace, gleich wie meine webseite und die von unseren projekten. bzw. gibt es in graz eben auch mur.at (wo wir zusammen lesen unterbringen werden). beides modelle, wo man auch nach ermessen zahlt, also die die mehr geld haben, zahlen mehr ein. bei mur.at war eben auch grad die spendenrunde für den solidarischen mitgliedsbeitrag 2023. das geht, aber es ist dann schon wieder nicht so niederschwellig. also ich muss so ein bisschen ahnung davon haben, zumindest wie ich wordpress aufsetze.

und man hat dort eben nicht diese reichweite. und man hat nicht die möglichkeit, sich in der form an text, memes etc zu beteiligen, wie das in den sozialen netzwerken möglich ist. und menschen kennenzulernen.

und in gewisser weise muss man es sich leisten können, darauf zu verzichten. ich kann das auch nur, weil ich nicht darauf angewiesen bin. weil ich mein geld nicht mit dem schreiben verdiene. deswegen war es „nur“ eine persönliche entscheidung, mich von twitter wegzubewegen. und keine finanzielle. und ich habe ja auch keine wichtige stimme, dh ich habe ja nie online aktivismus gemacht, ich fehle nicht im diskurs. ich musste also auch deswegen nicht überlegen, weil ich keine verantwortung getragen habe, weil ich nie ein role model oä für andere war. es war also nur eine persönliche entscheidung und insofern war es ein leichtes. es war natürlich trotzdem nicht leicht, aber es war nicht unmöglich.

wir haben die förderung vom bund für die lesereihe bekommen, yes. (es wurde extrem schnell bewilligt, ich denke, sie hatten noch geld übrig v 2022). bund war am unwahrscheinlichsten, dh land und stadt sollten sowieso klar gehen. ich freu mich, weil das bedeutet, dass wir nächstes jahr auch personen nach graz einladen werden können. weil wir budget dafür haben. und dann werd ich mich irgendwann wieder mehr in den aktivismus einbringen, f*streik bietet sich an, weil eh m1 mitbewohni da dabei ist. und einfach in graz bleiben, weil ich nicht denke, dass ich in einer zeit wie dieser von meiner family weggehen werde. weil es sowieso gleichgültig ist, und ich für eine tatsächliche karriere im literaturbetrieb auch einfach nicht hart genug bin und auch schon zu alt. und ich dann auch wieder viel mehr auf konfrontation werde gehen können, wenn ich nicht im kopf habe, dass ich vielleicht doch mal irgendwas schaffen will.

und weil ich noch immer ein bisschen daran glaube, dass, wenn ich wirklich gut schreibe, dass es dann egal ist, in welcher stadt ich wohne. und ich nicht in einer edgy großstadt sein muss, über die ich mich performen kann. (obwohl ich andere städte vermisse, ich vermisse wien immer sehr (wg der literatur und der menschen dort und ich weiß, es wäre schön, dort zu leben), ich vermisse beijing und zagreb (meine liebste stadt) und brno und prag. und ein bisschen auch paris, aber nur wg der existenzialist*innen). aber ich habe immer das gefühl, ich kann freier atmen, sobald ich eine dieser städte betrete. dass ich hier einfach nicht so frei atmen kann.

j. winkler hat mal bei einer lesung in wolfsberg gesagt, dass er in kärnten geblieben ist, weil man ihm dieses land ansehen soll oder so ähnlich, ich hab mir das nicht richtig gemerkt. manchmal denke ich auch darüber nach, dass ich nach wolfsberg zurückgehen könnte. weil der ort meinem schreiben gut getan hat. die isolation. und ich die menschen dort vermisse.

es ist auch lustig, dass wenn ich dann auf konfrontation gehe zu anderen personen im betrieb, dass es bislang dann doch so war, dass die mich eher dafür schätzen, als dass sie mich ablehnen. dass war glaub ich so der moment für mich, wo ich dann gedacht hab, wäre ich letztes jahr schon so weit gewesen und hätte das anderen personen auch so ins gesicht gesagt.

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