bin

bin jetzt auf mastodon (mal sehen, ich glaube eher so zur doku). evtl lösche ich instagram dann noch dafür, oder poste dort weniger. mein newsletter ist auch irgendwie vorbei, weil ich nicht zum schreiben komme.

habe den tag mit dem lesen von texten von c. kraus verbracht.

es sind 4 veranstaltungen (lesungen) im november, nicht drei. das ist zu viel einfach.

heute den meditationen text weiter geschrieben (6 seiten). den text schreibe ich auch nur für mich. der text fängt in paris an. was sehr passend ist, weil es auf ein klischee verweist. und ansonsten versuche ich sogar handlung zu schreiben, was mir natürlich misslingt. die hälfte des textes ist lyrik (zumindest ausgehend von den zeilenumbrüchen). ich würde behaupten, es ist alles prosa, was ich schreibe oder es ist halt nicht zuordenbar.

ich finde, es liest sich ok (Auszug):

Hier könnte ich aufzählen, was ich dort alles gesehen habe, ich muss es nicht, wir wissen, welche Sehenswürdigkeiten, Cafés etc man in dieser Stadt anschauen würde, ich habe davor die Tipps bekommen, was ich unbedingt sehen müsste – schau, vor allem anderen gehst du ins Palais de Tokyo, das ist der Hotspot für zeitgenössische Kunst, da kann das MoMA nicht mithalten, bekomme ich zb gesagt, aber ich werde auch dort nicht hingehen, hier könnte ich eine Liste schreiben, und detailliert schildern, wie alles ausgesehen hat, ich könnte die Bilder wiederholen, die wir alle im Kopf haben, aber ich bin nicht in diese Stadt gefahren mit einem Plan, nicht mit dem Wunsch, möglichst viel zu sehen, ich bin in diese Stadt gefahren für ein Gefühl und für ein Ende. 

Das Gefühl quillt an unterschiedlichen Stellen aus der Stadt hervor und ich bin auch nicht immer sicher, ob ich es wirklich fühle. Manchmal wiederholt das Gefühl das Ende, manchmal unterbricht es. In der Buchhandlung Librairie Demain kaufe ich das neue Buch von Annie Ernaux Le jeune homme, das Skandalbuch des Sommers, das momentan alle in Frankreich lesen oder schon gelesen habe, ich kaufe Le jeune homme, in dem Annie Ernaux ihre Liebesbeziehung zu einem 30 Jahre jüngeren Mann Ende der 1990er-Jahre schildert, ich sitze im Jardin du Luxembourg und lese das Buch. Französisch lesen ist für mich, zuerst nur die Satzstruktur, die Grammatik erfassen zu können, dann wird mir schwindelig und eine Lawine löst sich in meinem Kopf und wenn sie sich gelegt hat, dann verstehe ich, was die Wörter bedeuten. Das war einer dieser Momente, das war einmal dieses Gefühl, ein Fallen, ein Ende, im Kopf: wiederholen, unterbrechen, wiederholen.

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