ich habe
seit langem
wieder einmal
alleine in
meinem bett geschlafen
und fiel in einen
abscheulichen albtraum
zum ersten mal
schaffte ich es
aufzuwachen
um mich
dem grauen
nicht länger
auszusetzen
ich saß verzweifelt
im bett
kerzengerade
verschwitzt
obwohl ich fröstelte
ich versuchte
wieder ruhiger zu atmen
und mich zu fangen
dann schlug ich mir
selbst auf die schulter
weil mir klar wurde
dass ich erstmals
entkam
ich lächelte kurz
bis mir bewusst wurde:
dich träume ich weiter
bis zu meinem ende
sie sagen
eine bessere frau
würde nicht
um erlösung flehen
schon gar nicht
versuchen
aus gespinsten
die wirklichkeit zu weben
doch du reichst
mir immer wieder
neue fäden
ich habe dir letztens gesagt
dass unsere träume immer
nur so gut erscheinen
bis sie wahr werden
und habe gehofft du
würdest mir widersprechen
du hast mir zugestimmt
ich spreche seit jahren
von einem haus im wald
das in meinen
schönsten träumen der ort ist
an dem ich endlich
bleiben will
die welt
im wachzustand
fühlt sich
von jahr zu jahr
leerer an
ich versuche mich
verzweifelt
an ihr
festzuhalten
habe wurzeln in
alle himmelsrichtungen
geschlagen
einen deiner fäden
bis zum mond gespannt
vielleicht könnte
er mich halten
doch dafür ist er zu
filigran
die starken seile
hältst du doch
in deinen händen
aber nie für mich
ich will sie nicht
will mich nicht an dich binden
aber deine hand in meiner
und meinen kopf
auf deiner schulter
deinen arm
auf meinem rücken
und deinen atem
der sich mit meinem
vermischt
ich will
dass du mich
nie mehr loslässt
ich will
dass das
was nicht ist
nie verschwindet
zugleich
will ich raus
aus deiner umarmung
die nie fest genug ist
mich selbst tragen
jeden schritt
mit sicherheit gehen
die aus mir kommt
ohne dich
bestehen
ich bekomme
nie das
was meine
seele für immer
sucht
weil du das haus im
wald bist
ich kann es nicht
ohne dich sehen
du siehst es gar nicht
du hast mir zugestimmt
träume sollten das bleiben
was sie sind
wenn ich will
dass mein herz
wieder und wieder zerbricht
denke ich an
deine äste
wie sie durch meine fenster
wachsen
langsam und
doch voller kraft
an meine scherben
die du hinterlässt
über die du schreitest
als könntest du es
wirklich
nicht sehen
vermutlich
kannst du das nicht
du hast mir zugestimmt