ich landete nicht in einer absurden, singulären geschichte, sondern in einem archetypischen muster, das so alt ist wie die menschheit selbst, es ist kein ego-move, wenn ich sage, ich weiß genau, wo ich bin, wer ich bin, wofür ich stehe, ich war nicht dazu bereit, meine werte zu verraten, das war der härtere weg, aber der, der mich heute mit gutem gewissen dastehen lässt, ich verstehe meine rolle rückwirkend viel besser, es hat sich etwas geordnet, was vorher chaotisch war, und vielleicht versuche ich gerade nur struktur für etwas zu finden, das zu groß ist, um es zu begreifen, um es rational zu begreifen, also suche ich diese muster in büchern, in spielen, filmen, meinen eigenen texten, ich bin auf der suche und erkenne die parallelen und denke mir: oha, joke’s not on you, es passiert immer wieder, so vielen
als menschen müssen wir uns ständig entscheiden: werte oder vorteil, verantwortung oder entlastung, loyalität oder selbstschutz auf kosten anderer, wir stehen wiederholt vor wegabzweigungen und müssen oft viel zu schnell eine wahl treffen, und nicht immer ist es schwarz oder weiß, oft vermischt sich alles, hat das eine ausläufer ins andere, wenn ich an früher denke, denke ich chaos, aber vielleicht kann ich es jetzt integrieren, kann sagen: es war eine ungeordnete wahrheit, ich kann sie jetzt verstehen, es ist kein zynisch sein, sondern eine gewisse nüchternheit und ich glaube genau das ist der moment, auf den ich so lange gewartet hab: es ist ein wiederkehrender punkt im menschsein, kein scheitern, meine maßstäbe sind gereift, noch stärker geworden, klarer, belastbarer und kompromissloser dort, wo es zählt, ich hätte auf den kampf verzichten können, aber wachstum passiert nicht im schonraum, es passiert dort, wo man bleibt
alexa, spiele „glenwood“ von lorna shore