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for a short time, the world was just
fingers must not stop
their stubborn work of getting rid
of layers – if I am
not peeling anything off
surfaces, I am not satisfied
the white blood of the potato
in my fingers’ ridges
should remind me of
survival, that it might seem
worth it for a short time
I walk past a demo
and feel so ashamed
of being lovesick
there are things
more important
than feelings
but if it weren’t for
feelings, those things
wouldn’t be important
would they
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schreib endlich mit deinesgleichen
pink like a spot
of creamy toothpaste
this week’s discharge
on the paper in my hands
in my hands, in my
hands – a week
ago my thoughts were spun
of the same
silk each – runny syllable
extensions
beady threads of
prefix, precum
ovulation ruckus
milky way
a pink weak and soft
spot on the inside I
regained my plank to
put across the fever
pit and shield my
soles from the licking
flames
everytime nobody is
thinking of me
I take a secret break
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can’t hear you calling, Marian
all I hear is you typing <3 <3 <3
are these the cravings they told us
about, is that your naked ass next
to the dog in the picture
Marian, I am back with a
van and a vengeance, driving you
out to the sea to destroy your pussy
for dinner
we were both busy loving people
as they are, but who was more
successful, Marian
you refused to look at me, I didn’t
want to see you, Marian
now face to face you shall repeat
your hair, or is it mine you are
repeating, Marian
yes, I have everything you ever
wanted – all your tits and pouts
for nothing, Marian
we have to work with what
we’ve got, but some of us do
not need work at all
this ain’t over till we found true love
I tell you, I can tell this
is not over yet, my love
but how do I approach you, Marian
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did I say sorry
he’s forcing me to write love
poems for him again like
he’s forcing everything
on me
dagger against my throat or
cuffing me to a desk with a
quill and a bottle of ink over
empty pages – I would like
to think so
would like to imagine my rain-
stained clothes and dripping wet
frown while he squeezes
my jaw, mockingly lifts my
chin up to hear me hiss
curses as I grudgingly obey
the cruel prince; I am
the young viscount, I know
grief but I am trouble, the kind
of trouble he loves
to be in
he takes, ah, such pleasure
in corrupting me, in taming
my resistance: fear-driven
and prey to vanity, he knows
a poet when he sees one
he knows me
I’m afraid he might, I am
scared he could
know me
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Ohrwurm, lol
down bad crying at the gym
down bad crying at the woods
down bad crying on the floor
down bad crying in the streets
down bad crying at the mall
down bad crying in the car
down bad crying in my bed
down bad crying in the hall
down bad crying at McD
down bad crying on the roof
down bad crying in my room
down bad crying 3 AM
down bad crying at the church
down bad crying on a bridge
down bad in in the tub
down bad crying on a hill
down bad crying in the night
down bad crying on a chair
down bad crying after work
down bad crying on a bike
down bad crying at your door
down bad crying on a plane
down bad crying in your car
down bad crying on the bus
down bad crying at the morgue
down bad crying in the shed
down bad crying at your show
down bad crying in the rain
down bad crying by your side
down bad crying on my knees
down bad crying in my dress
down bad crying at your book
down bad crying at a grave
down bad crying at the sun
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Venus in Aries
Wir sprechen über Verbündete, ich sage KEINER du sagst EINER.
Ich weine beim Spazieren. Deine Stimme ist da. Zeit ist Zeit, ich kann jetzt sagen, sie vergeht, aber obv, das ist immer so: vorher, nachher und währenddessen. Es waren einfach zu viele Sachen. Das letzte mit den Beträgen, das zweite mit der Gemüsepizza und das erste weiß ich nicht mehr. Ich spreche aus, was ich glaube zu müssen.
Wenn Venus in Aries ist hat man 1 Liebesoffenbarung.
Ich werfe weiter mit Begriffen, ich gehe weiter im Gras, unter mir ein Wasser. Ich gehe weiter im Gras unter, mir ein Wasser. Mir ein Wasser. Mir ein Feuer.
Ich weine nicht mehr.
Ich bin Aries, ich bin Venus, ich bin die Offenbarung.
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Error
Hallo?
Ja.
Hallo?
Hallo, ja, aber hallo.
Hallo. Ja, also ja… Ich, ja… Ich würde ja, ja, würde ich… Also, wenn, dann… Wenn ich könnte… Ich könnte, ja, ich würde können, ich könnte würden – ach, nein, ach, ich… Ich würde ja nur das bisschen, das vielleicht, damit vielleicht, also nur das, und nur vielleicht, und natürlich würde ich nur, wenn… Und wenn ich könnte, auch nur, natürlich nur ein bisschen, ein wenig, eigentlich kaum, eigentlich nicht, ist nicht – nicht wichtig. Ich würde vielleicht dann ganz… Ja ruhig, ja leise, nicht… nichtig… Ja und nur und vielleicht könntest d…
Ja?
Aber ja! Was ich denke… Ich denke, vielleicht, wenn ich würde, vielleicht würdest du…
Ja was?
Würdest du…
Nein, nicht.
Ach, nicht?
Nein.
Aber wenn ich, und würde, vielleicht du dann ja vielleicht –
Was?
Ich denke…
Ja?
Nichts.
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Ich wollte dir nur sagen, ich verstehe
Meine Ferse ist geschwollen, das gehen tut mir seit Tagen oder Wochen, ich weiß es nicht, weh. Ich bin an einem Tag 16.000 Schritte gegangen. Heute habe ich Schleimbeutelentzündung gegoogelt.
Die gelbe Tapete ist eine autobiografisch geprägte Kurzgeschichte der US-amerikanischen Schriftstellerin und Frauenrechtlerin Charlotte Perkins Gilman, die erstmals im Januar 1892 im New England Magazine veröffentlicht wurde. Die Kurzgeschichte gilt als wichtiges Werk des frühen amerikanischen Feminismus;[1] sie handelt von einer jungen Frau, die durch die Behandlung ihrer Depression nicht geheilt wird, sondern in den Wahnsinn verfällt. Im Verlauf der Geschichte werden die zunehmend wirreren und von Wahnvorstellungen geprägten Beobachtungen, die die Protagonistin zum Muster der gelben Tapete in ihrem Krankenzimmer anstellt, zum Abbild ihres sich verschlechternden psychischen Zustandes. (Wikipedia)
Bitte kannst du googeln, ob es möglich ist eine Schleimbeutelentzündung an der Ferse zu haben und zu schauen, was man da machen kann?
sondern in den Wahnsinn verfällt.
Siehst du einen Unterschied in meinen Fersen? Kannst du sehen welche es ist?
sondern in den Wahnsinn verfällt.
Ich weiß nicht ob ich in den Krankenstand gehen muss deswegen.
sondern in den Wahnsinn verfällt.
Ich weiß nicht, ob ich zur Ärzt*in gehen soll, oder ob mir wieder jemand sagt, dass ich nicht kommen hätte müssen.
sondern in den Wahnsinn verfällt.
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Heute von Gleis 2
Es ist eh kein Problem
Wir steigen eh gerne um
Wir polarisieren dich gerne
und deine Freunde
Wir halten uns gerne gegenseitig die Hände
und schauen auf die Skyline
Wenn wieder einer sagt
AI ist unser Untergang
Wenn wieder einer sagt
Schickt mir doch einmal etwas
Wenn wieder einer sagt
Es ist nicht einfach, aber wir machen unsere Arbeit gerneWir machen eure Arbeit nicht gerne
Aber naja
Es ist eh kein Problem
Wir steigen eh gerne um -
Das passt. Okay.
An einem Tag fasst du den Entschluss: Zwei Katzen. Die passen zum Haus. Die passen sich ein. Die werden zu dir und mir passen.
Ich verschlucke meine Allergie und beginne, Onlineforen nach den Katzen, die passen, zu durchsuchen. Schlau und anpassungsfähig. Gesund. Günstig. Tick.Wir fahren in den Nachbarort. Wir beschauen die Katzen, die zu uns passen. Zwei gefleckte, junge Raubkatzen. Eine groß, die andere klein. “Die passen gut zusammen.” Gut, passen gut. Wir nehmen, was passt.
Die Züchterin packt die Katzen in den passenden Korb, das passende Futter habe ich am Vortag gekauft. Den passenden Kratzbaum hast du von willhaben geholt.Den Katzen passt die Fahrt gar nicht.
Im Haus stellen wir den Korb im Erdgeschoß ab, öffnen die Tür und warten nicht auf sie.
“Die müssen das alleine machen.” Okay.
“Raus dürfen sie außerdem nicht.” Okay.
“Auf das Sofa und die Sitzgarnitur dürfen sie schon gar nicht.” Okay.
“An den Türen kratzen, das dürfen sie nicht.” Uns lieben dürfen sie nicht. Okay.Ich fürchte mich vor den scharfen Krallen, den spitzen Zähnen, den jaulenden Geräuschen, die aus ihren kleinen, passenden Kehlen kommen. Ich niese und schwitze. Ich gehe auf Abstand. Du fütterst sie aus einer Tube. Du wirst gebissen. Du lässt die Katze fallen. Sie fällt und fängt sich nicht. Ich streichle ihren kleinen Kopf nicht.
In der Nacht kommen sie die Treppe herauf und miauen vor dem Zimmer. Ich gehe zur Tür und höre ihnen durch das dünne Holz zu.
In der Nacht kommen sie die Treppe herauf, miauen und kratzen an der Zimmertür. Du schießt vom Schreibtisch auf, reißt die Tür aus ihrer Schließung, packst die Tiere am Genick und wirfst sie die Treppe hinab.
“Verwöhnen dürfen wir sie nicht.” Ich schaue aus dem Fenster. Okay.Es ist Sommer und ich kippe die Terrassentür. In der Küche hole ich mir ein Glas Limonade. Im Wohnzimmer verfängt sich die Katze im Türspalt. Sie miaut. Die andere Katze versteckt sich unter der Sitzgarnitur. Du siehst der Katze zu. Ich starre auf den Minutenzeiger. Du hebst sie an, manövrierst sie aus der Kippe, schlägst ihr auf den Kopf und wirfst sie aus deinen 1 Meter 50 hohen Händen mit Nachdruck aufs Parkett.
“Das darf sie nie wieder machen.” Die Katze kriecht mit gesenktem Kopf zur anderen. Meine Wangen sind nass und salzig. Okay.Ich sage, die Katzen passen nicht zu uns. Du sagst, die sind dumm und stur und machen zu viel Arbeit. Aus der einen wird sowieso nichts mehr.
Wir inserieren sie und bringen sie eine Woche später zu einer anderen Wohnung.
Ich erspähe eine Terrassentür, aber keine Treppe. Der neue Besitzer ist kaum größer als die neue Besitzerin. Okay, flüstere ich, das ist okay.