• wir

    wir schreiben nun an dem mayröcker-projekttext weiter. denke, dass das gut werden kann, evtl aber zeitprobleme.

    dann: orga für lesereihe, orga für mischen.

    weiß nicht, was ich als nächstes lesen soll. es ist so heiß, man kann tagsüber kaum arbeiten. eig lesen sollte ich das buch über h. kräftner. wegen dem text, den ich schreiben will.

    irgendwas mit beton & bäumen auch (sommerthema! von an & mir).

    hab vor meinen schreibzugang einmal auf den kopf zu stellen. ganz arg weg von allem, va vor der autofiktionalität flüchten in etwas anderes. nicht dass ich ganz klar autofiktional geschrieben hätte, aber es war doch stark angelehnt an m1 angst.

    ich würde eig gern auch k nochmals sehen, bevor sie wegfährt, aber ich weiß schon, wir werden das nicht mehr schaffen zeitlich.

  • am wochenende

    am wochenende bin ich schon in berlin bei der veranstaltung, ich sollte mich noch vorbereiten, freu mich eher auf die personen, die ich dort treffen werde.

    Mit AD kurz über Bücher & Schwimmen gesprochen.

    Den Gespenstertext mit AN: nochmals gelesen, wir überarbeiten ihn grad inkl. Heimsuchungsliste. Der Text ist gut. Wenn ich mit AN schreibe, bin ich lustig. Oder ich kann scheinbar auch lustige Texte schreiben, nur halt nicht alleine lol.

    Der Verlag will den Undine-Text, aber in 1 überarbeiteten Form (Was ich verstehe, weil es zu sehr lyrische Prosa ist). Aber darauf freu ich mich. Ich hab nur schon wieder so krass Angst, dass Menschen m1 Texte auf sich beziehen könnten. Der Undine-Text bezieht sich auf Ingeborg Bachmanns Undine-Text. Aber das kann ich nicht sagen, also ich kann mich nicht für m1 Texte rechtfertigen. Außerdem find ich es auch krass arrogant, dass ich 1 Text in Bezug auf den Bachmanntext schreibe. Aber ich hatte es nicht vor, es ist mir eher so passiert. Also ich hab den Text geschrieben und beim Überarbeiten dann gecheckt, dass sich das darauf bezieht. Weil ich den Bachmanntext vmtl einfach zu oft gelesen habe in den letzten Jahren. Aber dann ist es auch net peinlicher als die woken männlichen Dudes, die sich auf ihre woken männlichen Dudes, die immer alle Thomas Bernhard sind, beziehen. Wenn die das dürfen, dann darf ich das auch. Lol. Guter Ansatz.

    Ansonsten: Ich fühl mich schon wieder so wie in der Schule irgendwie. Ka, ich glaub, so das Grundding ist einfach, wenn dir in der Volksschule dann d1 zwei besten Freundinnen am Schluss sagen, dass du so eine uncoole Brillenschlage und Streberin bist und andere in der Klasse deine Tests zerreißen in der Pause. Hab nur mehr sehr verschwommene Erinnerung, aber „Dann geh doch zu deinen Büchern“ war jedenfalls sowas, was zu mir gesagt wurde. GEH DOCH ZU DEINEN BÜCHERN, lol. Ka, irgendwie hab ich das Gefühl, das wiederholt sich auch einfach immer wieder in meinem Leben. Hatte damals schon das irrationale Gefühl, ich hätte es verdient. Hab es heute noch.

  • liebe

    liebe noch immer „A history of scars“ von Laura Lee, insbesondere:

    “The more important question seem to be, can I guarantee that I can be a stable partner, or a stable person? Can any of us guarantee this? That we will remain healthy, in body and mind? Can we tell others that it’s safe for them to care for us? Can we guarantee we won’t harm them? Or is the universal truth that we will, in fact, hurt those we care about, and be hurt by them, regardless of the specific circumstances?” (S. 18f) 

  • finde

    finde Chantal Thomas spannend als Autorin. Sie hat 2022 das „Journal de nage“ veröffentlicht, das ich gerade angefangen habe, zu lesen. Sie hat zu Thomas Bernhard geforscht (worüber ich mich amüsiere). ich will jedenfalls auch noch „Souvenirs de la marée basse“ von ihr lesen.

    Dann von Léa Tourret „La fille de la piscine“.

    Was ich an dem L. Balavoine Buch vmtl auch gut fand (subjektiv gesehen), dass sie ähnliche Referenzwerke verwendet hat, die ich auch verwenden würde. Roland Barthes Tagebuch der Trauer, Sophie Calle (sie schildert 1 Ausstellung von Calle, zu der ihre Figuren hingehen) etc. Ich konnte mich da auch dann darin anhalten, beim Lesen.

    In dem Buch „Une vie possible“ wird wiederum Gisèle Halimi erwähnt, eine französische Frauenrechtsaktivistin, die sich an der Seite von de Beauvoir für die Rechte der Frauen eingesetzt hat und von der ich davor noch nichts gehört hatte. Es sind nun auch nicht wirklich viele ihrer Werke auf Deutsch übersetzt worden.

  • angefangen

    angefangen „Une vie possible“ von L. Papin zu lesen, das Buch von L. Balavoine fertig gelesen. Ich fand es wirklich gut (das Ineinandergreifen der Figuren, die Kontinuitäten und Brüche, den Rhythmus, dass eig k1 Männer vorkommen und wenn nur als Randfiguren, dass es ausschließlich um die Liebe zwischen Mutter-Tochter geht) und will nun auch „Éparse“ von ihr lesen. Das Buch von Papin ist okayish bislang – es ist sprachlich nicht so gut wie das von Balavoine, und weil ich das genau davor gelesen habe, tue ich mir nun schwer.

    2 Nächte diese Woche kaum geschlafen. Das eine Mal wegen des Alptraums, das andere Mal wegen des Jobs.

    Viele Fotos von unten und Bäumen gemacht.

    Es wäre besser, ich würde das Wand-Buch weiterlesen, auch wegen des Fototermins mit LM. Wie werde ich so 1 Mensch, der das Buch liest, dass sie lesen sollte und nicht die 10 anderen, die nicht für die eigene literarische Arbeit relevant sind.

    Vor ca 1 Woche habe ich gegoogelt, ob „Unterwasser“ ein „richtiges“ Wort ist, weil es mir einfiel und ich vergessen hatte, ob es existiert. Ich saß in einem Zug und war überhitzt. Heute hatte ich Schwierigkeiten zu sprechen (es kam mir sehr anstrengend vor) und zu essen (weil wozu, wenn es so heiß ist), es hatte 28 Grad um 22 Uhr. Aber wir sind auch einfach so nebenbei 19 Kilometer gegangen tagsüber. Ich habe mind 3 Liter getrunken (?). Körperlich macht mir die Hitze wenig, nur denken/sprechen fühlt sich unmöglicher an.

    Nichts geschrieben, außer das hier heute. Aber wegen einer Einreichung überlegt, ich hätte noch diesen Text über den Hof, den Teich und die 2 Schwestern, die ihre Köpfe verlieren.

  • gestern

    gestern das buch „ceux qui s’aiment se laissent partir“ von l. balavoine angefangen. im vergleich zum a. ernaux buch muss ich kaum das wörterbuch verwenden, um es zu lesen. es handelt von 1 großmutter-mutter-tochter-beziehung, kontinuitäten und differenzen, von psychischer erkrankung, die sich durch die biographien zieht. „Le journal intime de ma fille es là, sous mes yeux. (…) Si je disparaissais, je ne manquerais à personne. Ces mots que j’ai écrits au même âge. Palette monochrome des chagrins identiques. Pourtant ce ne sont pas les mêmes scènes, ni les mêmes acteurs. Je ne suis pas ma mère et ma fille n’est pas moi.“ (S. 97f).

    lesen auf französisch fühlt sich für mich immer an, wie wenn ich die wörter zuerst sehe (nicht erfassen kann, ich erfasse zunächst die satzstruktur und die grammatik), dann als würde sich eine lawine lösen und wenn sich der schnee wieder legt, und ich die wörter wieder sehen kann, dass ich sie verstehe. es ist anstrengend, dh es macht mich schwindlig beim lesen, weil es so anders ist, als wenn ich auf deutsch oder englisch lese. aber es fühlt sich auch gut an.

    ich dachte bis zum anfang des jahres, also ich hatte schon lange nicht versucht, tatsächlich auf französisch zu lesen. mein anspruch war immer der, dass ich gerne diese philosoph*innen wie cixous oder derrida auf französisch lesen könnte (das schaffe ich aber nicht, daran bin ich immer gescheitert). mir war einfach nicht klar, dass ich aber romane lesen kann (lol auch).

    ich habe auch immer das gefühl, dass wie ich mit sprache umgehe, dass das nicht „richtig“ wäre. ich kann nicht „normal“ sprachen lernen – ich habe auch englisch eher darüber gelernt, dass ich einfach angefangen habe, romane zu lesen. aber im kopf habe ich immer die vorstellung, man müsse, um eine sprache zu lernen, täglich vokabel lernen und sprechen und einen kurs besuchen. gleich wie ich beim schreiben nach wie vor das gefühl habe, um „richtig“ zu schreiben, bräuchte ich einen schreibtisch und den fokus auf ein projekt und müsste jeden tag durchgängig mehrere stunden schreiben. obwohl ich das in wirklichkeit noch nie so gemacht habe und es ja trotzdem funktioniert. aber ich kann eigentlich französisch, ich hatte es ja auch 5 jahre in der schule, ich war ja auch während der uni mal für 1 sprachkurs in frankreich, ich habe ja kontinuierlich mit der sprache in irgendeiner form gearbeit, zumindest ist m1 passiver wortschatz gut, und ich verstehe, wie die sprache funktioniert.

    ich mache die sachen also, aber ich mache sie zugleich falsch, sagt mein kopf. ich weiß zwar, dass das nicht stimmt. aber das gefühl bleibt.

    habe 1 mail an den nulz verteiler geschickt, im september das netzwerktreffen. was ich am nulz mag, ist, dass es so lose ist und dass so viele unterschiedliche personen mit unterschiedlichen zugängen zur literatur beteiligt sind. ich habe nicht das gefühl, es gäbe 1 gruppenidenität. solange ich das gefühl nicht habe, kann ich teil von 1 gruppe sein. sobald ich das gefühl hätte, würde ich automatisch die gruppe in frage stellen, weil ich damit nichts anfangen kann. gruppen sind mir unheimlich, sie funktionieren für mich nur, wenn sie sich ständig so anfühlen, als könnten sie sich sofort wieder auflösen.

  • „le

    „le jeune homme“ von a. ernaux auf französisch gelesen. puh. „Je travaillais continûment à mon récit et, par une stratégie résolue de distanciation, à la rupture“ (S. 37)

    nur 2 h geschlafen.

    lyrik bubble ö1 kolleg angehört. so 1 zusammenschnitt ist schwierig, weil es unmöglich (?) scheint, die komplexität von digitaler lyrik zu erfassen. zumindest nicht in der kürze.

  • als erstes

    als erstes will ich immer alle friedhöfe in 1 stadt besuchen.

  • ich lese

    ich lese über den fensterstreit von perret und le cobusier: https://aperturesinthewall.org/horizontal-vs-vertical-window-battle/

    ursprünglich darauf gekommen bin ich wg monika bonvinci, die auf 1 aussage von perret bezug nimmt (aus dem windowbattle) für 1 installation. das wiederum war in 1 aufsatz in dem wand buch.

    hatte einen albtraum, dass ich mit meiner schwester 1 busreise mache und während die landschaft vorbeizieht, wird sie immer dystopischer. im fluss liegen häuser und bäume, umgestürzt, so dass klar wird, dass hier gerade schwere unwetter wüten – der bus fährt mitten ins unwetter/den sturm hinein, die straße hat sich an einer stelle aufgebogen und bildet eine wand, der busfahrer versucht noch, umzudrehen und wegzulenken, aber der wind ist zu stark und zieht den bus richtung betonwand. und ich weiß, dass wir jetzt alle sterben werden. und dann sterben wir und dann wache ich auf.

    bin schon lange nicht mehr im traum gestorben.

    unzufrieden mit dem wasser-text aufgewacht auch.

    mir 1 neues konzept überlegen, worüber ich „öffentlich“ spreche.

    finde es zb angenehm, dass ich nie mehr posten werde, wo ich mich privat gerade aufhalte.

    wovor mir ekelt, aber eh auch schon immer – wenn sprache so roh und hart wird und es für viele (va so für cis white dudes) tragbar scheint, andere menschen, sprachlich, umzubringen, weil man sich moralisch auf der guten seite wähnt. dann wird das als rechtfertigung für zuspitzungen und unschärfen herangezogen, für ironische hinrichtungen usw. usf. damit kann ich nichts anfangen.

    man kann mir immer vorwerfen, dass ich zu (welt-)ereignissen online schweige, nicht weil ich nichts zu sagen habe, sondern weil ich nichts unbedachtes schreiben will, was auf dauer nicht standhalten kann. ich bin außerdem k1 wichtige öffentliche person, es gibt k1 grund mich zu allem zu äußern.

    wenn ich mich aber politisch engagiere, dann mache ich das nicht online und dann spreche ich auch darüber nicht online, weil ich mich nicht darüber profilieren will, und so käme es mir vor. als würde ich aktivismus nur performen anstelle ihn zu leben. das ist ein zwiespalt, den ich nicht auflösen kann, weil ich der meinung bin, dass es gute gründe gibt, aktivismus online zu leben und sich dadurch auch etwas verändern kann. es ist nur nicht mein eigener zugang, und ich könnte das nicht. ich kann auf demos gehen und plakate drucken und offline diskussionen führen. ich kann das online nicht, weil meine sprache durch die unsicherheit bestimmt ist (unsicherheit sehe ich positiv, weil sie den raum öffnet). ich will nichts zuspitzen und on point und ggf ironisch formulieren (das erscheint mir aber nötig?). man kann mir online immer vorwerfen, ich wäre nicht politisch oder ich würde schweigen, und ich kann nichts dagegen halten, mir wäre nur lieber, man könnte meine stille verstehen.

  • neben

    neben ca 10 Bücher „muss“ ich jetzt auch immer die laufschuhe einpacken, wenn ich verreise. könnte ja sein, dass ich laufen gehen will. gleich wie es sein könnte, dass ich grad dieses buch lesen will.

    ansonsten hänge ich noch immer in dem s. schmitzer roman ab, wohin die verschwunden ist, um die es ohnehin nicht geht. das „schreiben“ buch von amlinger endlich begonnen. evtl. lese ich de beauvoir weiter oder das wand-buch.

    hab das gefühl, das ich mich auflöse.