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out of balance background noises
my head keeps spinning
circles drawings sth with pencil
following your hand as you turn
page by page
someone says, enjoy and
someone else says, don’t
it looks so needy
this is an unhealthy
feeling
I watch your video 10 times
your washing machine keeps spinning -
drawings
I was lying in bed
crying thinking this is not
the reality I want
the world the abuse the missing
of people I really should not
knowing that
this is the reality I want
all the connection and love
and being content with
jellyfishes & ghosts and
never being too much
to handle anymoreso this is the reality
wheter I want it or not
always dealing with the past
while trying to stay in the presentit is always possible to just
lie myself on the ground
feeling that I am here now
know one is able to hurt me
even if sometimes it draws me
back in and I feel likeI am in that place again
but I will never be in that place again
I just never will
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das meer ist nicht mehr weit
wenn es nur so wäre, denke ich, wenn es nur so wäre!
hätte ich dann nicht längst einen platz für dich finden müssen, A.?das, was sich da zwischen uns gelegt hat, dafür müssen worte gefunden werden, weil ich es bislang nicht verstehe. ich verstehe wer du bist, zwischendurch. verstehe, was in mich gefahren ist, manchmal wiederum ist es weg, plötzlich nicht mehr greifbar. ich beginne wieder von vorn, meine überlegungen.
einmal träumte ich von A., wir hielten uns an der hand und rannten die straßen entlang, wir rannten zum meer. kamen an gegenden vorbei, wo A. in der nähe zur schule gegangen war, als kind. liefen am haus vorbei, wo A. die kindheit verbracht hat, wo ein teil der familie vielleicht jetzt noch lebte. ich spürte diese seltsame sentimentalität, aber freute mich jetzt und hier zusammen – hand in hand, jetzt und hier zu laufen.
das meer ist nicht mehr weit – ich kann es schon spürenich stehe an der spüle und greife das schaumige messer, umfasse seine klinge, umschließe sie, mit der linken hand, während ich den griff scheuere. ich weiß, man soll das eigentlich nicht machen, deswegen tue ich es ja.
dass wir beide jetzt hier sitzen, A., es heißt, dass wir beide überlebt haben. es ist so fucking besonders, dass wir beide nicht gestorben sind, dass wir uns begegnet, dass wir hier sitzen, in der sonne, dass wir eis essen und uns dabei unterhalten, in die augen schauen. ich schaue dir in die augen, ich bemerke ihre farben, ich folge deinen worten nicht mehr, für einen moment. ich frage mich, was würde passieren, A., wenn ich mich in dich verlieben würde? so als freund. und was, wenn es schon passiert?
in den büchern ist es ein ankommen und gehen.
wem ich mich nah fühle, wer mich überall hin begleitet wie ein geist: ettore. eigentlich wünsche ich mir nichts mehr, als dein name verkörpert. ein geist als festhalter, als anker. ich frag mich, wie A. das aushält. mit dir ist es auch ein bisschen so, diese ständigen aufbrüche und abbrüche, clean cut.zu S schreibe ich ich bin froh dass du nicht gestorben bist. S antwortet ich nicht.
meine probleme dinge zu teilen, die mir etwas bedeuten, die mich wirklich berühren. mit A. möchte ich so viel mehr noch teilen. und trotzdem ist da die furcht, dass A. am ende da steht und mir mit einem scharfen gegenstand, einem der A. gut in der hand liegt, in die brust niederfährt. A. könnte meinen körper spalten, ich wäre A. nicht böse, ich würde denken, das ist schon richtig so, das musste so kommen.
ich möchte A. alles fragen, aber halte mich zurück, ich will nicht stören. ich will fragen hast du schon ____ gelesen, A., wann und wie lange hast du dafür gebraucht und wie hat es dir gefallen? kennst du eigentlich ____? wann hast du zuletzt gitarre gespielt und kannst du mir demnächst was vorspielen? hast du meinen hint heute morgen überhaupt verstanden, den mit deinem namen und den vertauschten vokalen. kannst du mir was auf französisch vorlesen? gern auch italienisch. deine stimme klingt so gut dabei, deine lippen passen zur sprache, diese leicht vorgeschobene unterlippe, ich mag das. sollen wir das mal machen wie im traum? denkst du eigentlich, du kannst schneller rennen als ich? zeigst du mir dann den weg zum meer –
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Kontrolle
Ich weiß nicht wann ich endlich die Fähigkeit entwickle, dass die Haken blau werden, wenn ich sie lang genug ansehe und WhatsApp oft genug, immer und immer wieder neu öffne. Ob irgendwann die Haken blau werden, oder irgendwas in meinem Kopf platzt, möchte ich wissen.
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Am Ziel eingelaufen
Ich spreche den Namen Gilles Deleuze aus, er bessert mich aus und fragt, den hat J in den Text gebracht, oder?
Bei der Binnale geht Vivienne Westwood an mit vorbei. Ich schreibe Vivienne Westwood ist an mir vorbeigegangen, sterbi er antwortet das hat sie doch schon ich schreibe JA EH, es ist wie 1 Elvissichtung lol. Ich trage alle meine Miniröcke immer nur für sie.
Im polnischen Pavillon versuche ich Geräusche nachzumachen, aber es gelingt mir nicht. Am Sandstrand sage ich, ich würde ohne dich nicht schreiben, das stimmt.
Ich bin in allen Richtungen vom Meer umgeben. Ich mag das Meer nicht so. Es ist schon süß und riecht gut aber der Kaffee ist mir lieber.
Ich spreche noch weitere Namen aus, er wird mich wieder ausbessern. Ich werde trotzdem nicht aufhören.
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it is written
there is sth in my mind
watching the waves
and you think of sth blue
and I think of sth dark
so dark it draws you inand you close your eyes before me
because you do not want to see
how it’s getting dark while
you’re sinking inand I want to hold you but
every time I try my body melts
it is written in the waves
there is no way leftjust breathe, calm down
it already happened -
krank
Am liebsten fickst du mich, wenn ich krank bin. Dann liegt mein wehrloser Körper auf meiner Seite des Bettes und du stemmst dich auf deine Ellbogen, beschaust meine Rundungen unter dem Stoff, wie sie sich abgemagert in die Matratze drücken, und wirst hart. Dich macht das an, mein Ausgeliefertsein, meine mangelnde Energie, meine Schmerzen. Hören willst du nichts davon, vom Schmerz, ihn nur sehen und berühren und deinen eigenen in meinem ertränken, dein Leid an mich abgeben über deine Finger in mir und meine Lippen an dir.
Freiwillig lässt du mir Halstuch und T-Shirt, ich interessiere dich nicht, das Ich, das sich hinter dem Schmerz und unter der Kleidung befindet, das ist dir gleich. Es beschmutzt den Schmerz, nimmt ihm seine karminrote Farbe, seine Leidenschaft. Also schaust du nicht hin, wendest dich ab und stellst dir vor, dass ich vor Lust stöhne, meine Lippen verziehe, ja, ja, genau so. Du erwartest die Gegenleistung und ich gebe sie dir und du kommst in ein Taschentuch, das ich pflichtbewusst zwischen uns gelegt habe.
Am liebsten würde ich mich übergeben, aber ich habe Angst vor meinem Inneren.
Nach dem ersten Mal sage ich dir, dass ich das nicht gut finde. Dass du nur meinen Schmerz willst, das finde ich nicht gut, das lässt mich unbefriedigt zurück, das finde ich auch ein bisschen krank, so, da ist das Wort, an dich geheftet statt an mich, krank. Du zuckst mit den Schultern, siehst das nicht so, ich würde das ja nur wegen dem Schmerz so sehen, wegen der Mittel, die ja alles betäuben, auch meine Gefühle. Das denke ich mir, dass du dir vielleicht denkst, denn sagen tust du nichts. Nur Schulterzucken. Nur Nacht um Nacht in mich eindringen, meine Wunden zum Platzen bringen, meine Augen zum Tränen, meine Finger zur Gegenleistung.
Ich habe dich nicht darum gefragt.
Wir spielen das Spiel zwei Wochen lang und ich spiele mit. Dann nimmt die Dosierung meiner Schmerzmittel ab, dann kommt mein Gefühl zurück, dann willst du mich nicht mehr. Ich ziehe mein T-Shirt aus und du willst mich nicht. Ich ziehe meine Seidenstrümpfe an und du willst mich nicht. Ich liege im Bett neben dir und meine Rundungen dringen in die Matratze, voll und rund, und du willst gar nichts.
Du fragst mich nicht, aber ich sage es dir trotzdem: Ich habe mitgespielt, weil ich dachte, danach würde alles besser sein, ein bisschen wie früher, vielleicht sogar besser. Ich habe immer die falsche Karte gezogen, aber ich habe trotzdem mitgespielt. Ich habe immer verloren, aber ich habe trotzdem immer wieder mitgespielt. Ich habe immer wieder versucht, etwas zu retten, das nie zu retten war. Du zuckst mit den Schultern und drehst dich zur Wand.
Als ich das nächste Mal krank bin, lege ich mich auf das Sofa im Raum nebenan. Ich sage, zu deinem Schutz, und meine meinen.
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Der Zoo hat einen Graben
Sobald ich den Text lese, muss ich dir Bedeutung absprechen und sobald ich Text schreibe, muss ich dich mit Bedeutung versehen.
Wenn ich wegfahre und nicht weiß, wann wir uns wieder sehen, muss ich mich entscheiden, ob ich das aushalte oder nicht. Und wenn ich es nicht aushalte, was ich damit mache. Ich lese den Text.
But I was tired of the narrow shelter of the trench, firing from the safety of an unassailable position, and made this the whole point: I had to be doing something difficult and potentially wrong, in order for the project to somehow be right.
Kristian Vistrup Madsen, Doing Time – Essays on using People.Wenn ich sage, ich habe das über die Auseinandersetzung mit deinem Text gelernt meine ich, ich will in ihm sein, ich will in deinem Text sein, nicht als Figur, nicht als Name, nicht als eine Aufzählung. Ich will, als alles was ich bin, in diesem Text sein und mich darin auflösen und darin zerrinnen um als Flüssigkeit zischen allen Zeilen zu kleben und um alles an mir haften zu lassen was der Text hergibt und was er ausrichtet.
Wenn ich den letzten Satz sage, meine ich, ich will deine Geschichte bestimmen, ich will aus ihr heraus dein Ende bestimmen, weil das für mich eine Bedeutung hat. Weil alle deine Anfänge für mich eine Bedeutung haben. Und wenn ich den Text lese, ich diese Bedeutung wieder nehme und sie auslösche. Und wenn ich den Text schreibe und mir einen neuen Satz suche für eines deiner Enden, dann
schreibe ich dir diesen Satz nicht und sage dir
ROAR
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principles
showing you the door isn’t less
painful or difficult for me
I too am losing something
and maybe more than you
the difference is: it’s even
harder to realize I haven’t lost
anything, because there may
have been nothing at all to begin with
at the clinic whenever I lie
down eyes closed I am spinning
through space without knowing
the location of my head
you come to me in my
dreams, your tender empathy
and shaggy hair, here are splinters
I remember from something
I wrote for you:
es sind deine ungesunden augen
es sind deine herrschsüchtigen haare
es sind deine schelmischen zähne
es sind deine frühen falten um den mund
es ist deine fellwarme stimme
es sind deine hellhörigen hände
es ist dein verlegener bartwuchs
und nichts davon
nichts davon ist simpel
nichts davon ist dein
back then it left you speechless
and I just tried to write in a way
you wouldn’t deem too artificial
yes, I put it in a very simple way
es ist die verlockende form deiner grenze
es ist die gewalt in deinem ballonschlag
es ist deine verfrorenheit
es ist deine meinung
es ist deine schüchternheit
es ist deine begeisterung
es ist alles, was es auch woanders gibt
und nichts davon
nichts davon ist einzig
es ist alles mensch
I repeat it outside your
reading range, nobody
can reproach me with
using art to manipulate
someone, using poetry
to get the love I want
es ist einfach schön
es ist eine begegnung auf dem gang
es ist eine unverschämtheit
es ist eine maus namens frederick
es ist ein necken
es ist ein streiten
es ist ein halbierter piranha
es ist ein geständnis
es ist ein vergessen
es ist ein erinnern
und nichts davon
nichts davon ist es
you and your mixed signals
walking around with a blanket
around your shoulders like a ghost
or the royalty of homeless magicians
the villain of the story is
a mutual so-called ‚friend‘
whom I felt sorry for because
of his ugliness, so I didn’t want
to let it show how much he
disgusted me, both his body
and his behaviour
in the end, we all faked
peace, but I couldn’t
continue to pretend
there was nothing wrong, why
is this always my work to do
a one-sided silent expectation
as subtlety didn’t work,
I fought him off with
clearer and harsher words
before worse could happen
and he shot me looks
like he wanted to kill me for
refusing him, even though he
was the one who pushed me to this point
men like you and him always
forcing me to use the simplest
of expressions, not allowing
ambiguity or metaphors or
any kind of hermetic play
on words, limiting my poetry
so they can understand –
now I have to write this down
in a way others will later make
fun of with their editor friends
and still not get a word of what
I’m saying
he said I made him feel
like an abuser and I apologized
knowing that there are worse
men, but not knowing what
would have happened
had we been alone in this
building, what would he
have forced on me
I am angry with myself
for apologizing out of fear &
for the sake of our trio
for the sake of believing
in mankind, because in truth he is
a perpetrator unable to perceive
what others feel even if they tell him
afterwards still used as an audience
for his self-expression and validation
or an opportunity for revolting hugs
that were way too tight and suffocating
than anyone would feel
comfortable with, I decided
to finally cut ties
it meant letting you go too
because you are forgiving
with him but strict with me
and I believe you like indulging
in your misogyny sometimes
without feeling guilty for it
like he encourages you to
and that you sympathize with
him because you see yourself
reflected; not because you were
as repulsive, but because people
made you feel that way, so
for you, I am the bully in this
-
The license to say it in my own words
in the privacy of a table
surrounded by negotiations
they are candidly yet
unprofessionally confessing
to the Swedish agent:
see, the publisher is an old
man and to be honest
he also behaves like one
so even though he wants to
make female voices heard
I can’t come around with
this kind of daring book, but
when we’re talking classics from
the 70s I might convince him
because he doesn’t feel
threatened by dead women