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Ein Ende vor dem Anfang vor dem Ende
Ja also, es geht los:
Etwas geht los.
Diesmal waren es wirklich…
3 Monate
Im Jänner hast du versprochen ein anderer zu sein, als du bist, als du sein kannst. Mein Tinnitus ist wieder da.
Monate, in denen du mich ausgeblendet hast. So wie das sonst nur ich kann. Und dann verdränge, dass es sich nicht gut anfühlt. Gesagt bekomme, dass es sich nicht gut anfühlt. Nicht hören will, dass es sich nicht gut anfühlt.
Alle 2 Wochen habe ich kurz an dich gedacht und festgestellt das ich dich weniger vermisse als die Vorstellung mit dir an diesen Ort zu fahren.
Das wirst du nun alleine tun.
Eine kleine Kränkung, ein bisschen Irritation, aber fehlen wirst du mir nicht. Es ist kein falscher Stolz, nur Selbstwert.
Meiner.
Du warst nicht mehr neu, du warst Ritual und Routine, sichere Abfolge und ein willkommener Zeitvertreib.
Ein Ablaufdatum hat es immer geben müssen, damit wir überhaupt funktionieren konnten.
Manchmal werde ich dich noch spüren, den Nachhall dieser Bewegung zwischen uns, die Bilder aus der anderen Zeit, von diesen Orten die es lange vor uns gegeben hat. Diese Zuflucht werde ich vermissen. Die antiken Säulen und die üppige Vegetation, die Urzeit und alles was B.C.E. stattgefunden hat.
Das konntest nur du mir zeigen.
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Methodik
Ich schreibe in die captions thinking about the time you stopped liking my storys and I thought you lost interest but your phone just hgot stolen and they didn’t know about my insecurities. Das einzige woran ich heute gemerkt habe, dass ich sChRiFtStElLeRiN bin ist, dass meine schwarze Katze leer geworden ist. Meine schwarze Katze ist ein Stift, aber es macht eh nix, ich habe eh zwei und ich habe auch eine Biene und die schreibt auch schwarz. Und an meinen Nudes, an denen habe ich auch gemerkt, dass ich sChRiFtStElLeRiN bin.
Ich bin gestern nicht auf das Konzert gegangen, ich habe nicht abgesagt, ich habe nichts davon geschafft.
M schreibt, es sei crazy, den Kontakt abzubrechen. Ja, eindeutig, es hätte schon früher sein können. Er bittet mich die captions zu redacten. Ich redacte bis zur Unkenntlichkeit (lol).Das einzige an dem ich heute erkannt habe, dass ich Schriftstellerin bin waren meine Nudes.
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sucht > der ekel vor der kälte
ich habe das zugfahren wieder für mich entdeckt, bin davor schon ewig nicht mehr damit gefahren, weil ich früher so oft fahren musste, und irgendwann hatte ich genug, aber heute geht es wieder, sogar erstaunlich gut, weil ich erkannt habe, dass ich bei einer fahrt, die rund 2 stunden und 24 minuten dauert, ungefähr 23 mal „gethsemane“ von sleep token hören kann, okay ich gebe zu, so gut bin ich nicht im rechnen, richtig gut war ich darin nie, das mit den sekunden und dass eine minute nur 60 davon hat, das war mir schon immer ungeheuer, weil es sich falsch anfühlt, also bleibe ich einfach beim ungefähr, es ist auf jeden fall öfter als zwanzig mal und ich wüsste nicht, was an einem tag schlecht sein könnte, wenn man dieses lied in dauerschleife hören kann, für eine relativ lange, ungestörte zeit
ich habe erkannt, dass der zug, wenn er bei einem bahnhof hält, irgendwie für mich weiterzufahren scheint, obwohl er zugleich still steht, fühlt sich so an, als würde er irgendwie zurückrollen, als wäre die bremse nicht ganz angezogen, und ich stelle mir vor, wie wir die ganze strecke einfach wieder zurückfahren, ohne, dass jemand eingreift, als wäre das ganz normal, als würde das ständig passieren, und wenn es so wäre, dann hätte ich noch rund 40 minuten mehr, um musik zu hören, falsch, falsch gerechnet (schon wieder!), man muss die strecke ja dann nochmal doppelt rechnen, hin und zurück, also ja, da käme ich vermutlich auf weit über 30 mal, es würde mich nicht stören
wenn ich durch meinen heimatort fahre, wir dort ganz langsam durchrollen, weil der bahnhof schon ganz nah ist, versuche ich verzweifelt, meine wurzeln wieder zu finden, aber ich kann sie nirgends ausmachen, die gebäude, die landschaft, die brücken, die menschen, sogar die bäume, nichts davon ist mir noch bekannt oder gar nah, es sieht alles anders aus, und es ist auch alles anders, ich bin hier aufgewachsen, aber gewachsen bin ich dort, wo ich jetzt lebe, und dort will ich weiterwachsen, dort will ich bleiben, weil sich das wirklich wie ein zuhause anfühlt, immer, wenn ich verreise und wieder zurück komme, kommt es mir ins bewusstsein: der geruch, das gefühl, die farben, die dorfcharakteristik, das grün, der blaue himmel, der hier viel weniger blendet, die geräuschkulisse, und vor allem diese drei menschen in meinem haus, einfach alles hier ist die summe aus einem ort, an dem ich wirklich sein will, an den ich immer wieder zurückkehren möchte, nach dem ich mich sehne, für den ich mich zu hundert prozent entscheiden würde, das heißt schon etwas, denn früher habe ich oft gesagt, dass ich weg will, irgendwohin, wo ich mich zugehörig fühle, wo es sich endlich nach heimat anfühlt und ich dachte immer, den ort würde ich nie finden, den ort gäbe es auf dieser welt nicht, ich habe mich so wahnsinnig entfremdet gefühlt, ich dachte, auf der erde gibt es nicht einen flecken, wo das so sein könnte, kein gebäude, kein fundament, kein mensch, einfach nichts, nichts für mich, ich war überzeugt davon, und ich weinte viel (ich weine immer noch viel), weil ich mich überall fremd (an)fühlte, als wäre ich selbst der fremdkörper, und klar, ich werde mich immer wieder so fühlen, es wird diese phasen wieder geben, ich kann daran arbeiten, aber ich werde nie davon geheilt sein, dafür ist zu viel in die brüche gegangen, mir ist das jetzt bewusst und es ist okay für mich, ich kann inzwischen gut damit leben, vielleicht auch, weil du nicht mehr da bist, wenn es wieder passiert, ich wieder anfange zu erstarren, aus meinem körper austreten zu wollen, weil es sich so anfühlt, als gehöre er mir gar nicht, dann wird kein mensch in meinem leben sein, der meine dissoziation faszinierend findet und mich dazu bringt, weiter und weiter hinter den vorhang zu treten, mehr und mehr zu verschwinden, es wird dann niemanden geben, der meine derealisation vorantreibt, weil sie ihn auf eine seltsame art und weise befriedigt, unsere beziehung war schon immer genau das: ich wollte mehr von dir sehen und du wolltest sehen, wie ich mich auflöse
ich muss nicht auf den ölberg gehen und dreimal um erlösung bitten, eine höhere macht anflehen, mein leiden zu beenden, ich muss nicht sterben, um zu leben, „this throne didn’t come with a gun, so I’ve got a different energy„, meine effektivste waffe ist die tiefgreifende kenntnis meiner narben und dass mein größter feind ich selbst bin, es kann mir nicht mehr nahe gehen, was du tust, nicht sagst, oder was einmal war
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Selbstbezichtigung 2.0
Ich schreibe über Sex, weil ich das Begehren brauche.
Ich schreibe über Sex, weil es das flüchtigste ist.
Ich schreibe über Sex, weil er nur mir gehört.
Ich schreibe über Sex mit dir, weil er noch nicht stattgefunden hat.
Ich schreibe über Sex mit mir, weil die Erwartungen zu hoch sind.
Ich schreibe über Sex mit ihr, weil es vorbei ist.
Ich schreibe über Sex, wenn ich ihn nicht haben kann.
Ich schreibe über Sex, wenn ich an nichts anderes denken kann.
Ich schreibe über Sex, weil ich ihn neu lernen möchte.
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tausche aluminium gegen stahl
wir führen listen über das verschwinden von allem außer menschen
in der gleichzeitigkeit in der völligen selbstüberschätzung
warum für männer diagnosen immer als entschuldigungen gelten steht auf keiner listedes verschwindens
wenn ich von kollektivem schreiben spreche, spreche ich auch über die selbstüberschätzung
wenn ich von kollektivem schreiben spreche, spreche ich auch in der völligen selbstüberschätzungin dem universum in dem diese listen in erscheinung treten ist für meine individuelle selbstüberschätzung kein platz
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fire I became
I remember December
you told me I looked
oh so sweet
and couldn’t let me go
your words, your we, your empty promises
the laughter, the plans, the times we shared
all borrowed, all fake
all erased with your cold handsyou returned it all
shirts, gifts, memories
like stones in plastic boxes
like reminders of what you never valued
mocking my loyalty, my heart, my trustvideos haunt me
smiles trapped in frames
laughter drowned in your silence
our bridge burned
your ashes laughing at me
but I am not mourning
I am risingI gave everything
my energy, my faith, my time, my soul
and you?
you gave poison, fear, silence, ego
you made me nothing
but in your shadow
I found myselfI am sunlight through shattered glass
fire devouring dead forests
a hurricane with armor
a queen in the ruins of your liesfuck you for stealing our moments
fuck you for thinking you could own my loyalty
fuck you for every betrayal, every cowardly act
I am mine
I am unstoppable
I am life
I am everything you can never touchyou are nothing but a lost soul
walking over others to feel whole
this time it was me
not that you care
but your games no longer bind meI don’t miss you
I don’t long for what was never real
I don’t look backI’m focused on me now
on what I learned
on how I grew
in the smoke you left behind
I rose from the chaos
stronger, sharper, unstoppable
I believe in myself
I became FIRE
and you…
you could’ve been anyone
but no one will ever be like me -
alles schon geschrieben
Ich hab mir iwie gewünscht, dass er einmal da sein wird, also da wo ich wohne. Und jetzt war er eh da und jetzt ist es so gewesen.
Ich weiß nicht, ob ich auf der VA gestern einfach überfordert war oder wie ich mich fühlen soll damit. Ich verstehe viel nicht. Also ich habe oft das Gefühl ich verstehe es nicht. Das hier ist 10 Jahre zu spät, aber was soll dann jetzt sein? Was soll dann in einem jetzt sein?
In meinem Kopf wird alles von einem Chor gesprochen. Ich wollte alles auf einmal und ich wollte alles teilen und das ist dann nicht gegangen, aber es ist nicht wegen des Chors, es ist schon wegen etwas anderem.
Ich bin eh nicht alleine, aber manchmal ist es schon so, dass ich dann gerne wo anders wäre. Aber auch nicht alleine. Also mit allen, wo anders. Also so in einem andere Kontext und dann sind wir der Chor, oder wir könnten es zumindest sein und dann ist er nicht nur in meinem Kopf.
Einmal hat einer sowas gepostet wie, wenn ich meinen inneren Monolog teilen kann, geht es mir besser und dann hat er gepostet, Männer sehen nicht, wenn sie das Problem sind, weil sie nicht aufhören zu sprechen. Das waren halt zwei posts direkt hintereinander und ich verstehe es nicht, also wie das passieren kann oder wie das da sein kein. Und ich denk mir dann immer, es ist eh ok, weil das liest eh niemand, also in seinem Fall und das ist dann aber auch irgendwas dieser Gedanke, weil ka.
In meinem Newsletter schreibe ich, ich hätte gerne einen Verlag und das stimmt auch, naja, ich schicke ihn dann morgen raus. xoxo
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google feeling like a failure with 37
sie sagen alle es gehe darum laut zu sein (& nervig & ständig texte zu pitchen & auf social media präsent zu sein)
aber ich will das alles nicht
ich will nur weiter schreiben und mich mit kunst beschäftigen und in anderen texten übergehen nicht auf den plattformen abhängen für mehr reichweite und so tun als würd ich das eh nicht wollen aber der kapitalismus zwinge mich oder so irgendein shit
ich will nicht mein privatleben vermarkten damit ihr glaubt ich wäre 1 künstlerin oder erklären warum wir zu zweit schreiben oder verleger*innen unsere personalities verkaufen oder so ich will dass menschen einfach die texte lesen wenn es sie interessiert das ist alles -
Neverending (short) story about future encounters no. 1
Jemand wie du.
Im Alltag, im Leben, wtf.
Nein.
Im Bett? Yes please.Hinterfragst alle meiner Handlungen, bist kritisch und nagging. It would drive me crazy, having you home.
Annoying ass person. Aber bitte lass all deine Frustration in mich verpuffen, während du unter mir liegst.Lass mich dich küssen, dich sprachlos machen, während du dich über meine Farbwahl aufregst. Damit du endlich ruhig bist.
Bemühe dich lieber um meine Aufmerksamkeit da wo sie gebraucht wird. An der Schwierigkeit deine Gürtelschnalle zu öffnen und die ausgewaschen Jeans über deine schmalen Hüften runter zu ziehen. -
wie viele stufen ich übersehe
darauf laufen wir hinaus wörter die nicht den boden berühren
(der moment wo du mich endlich da hast wo du mich wolltest und weiter hattest du nicht gedacht also fällst du in einen tiefen schlaf)
ich bin nie material deswegen sollten treppen keine bedeutung für mich tragen
(jmd fragt nach der symbolik und ich sage man könne verschiedene sachen darauf aufhängen auch mich)
manchmal weiß ich nicht wie türen aufgehen oder wie man sich richtig anzieht
(das internet langweilt mich zu tode außer postings von anna die durchbrechen die durchsage dass das patriarchat gewinnt)
ihr wisst gar nicht wie oft ich schon gefallen bin weil ich die stufen übersehen habe
(es geht euch auch nichts an was bricht was schwillt ich lasse das patriarchat patriarchat sein)
dort wo die schwellung nachlässt erkenne ich die ersten ansätze einer dornenhecke