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das
das buch „rosa in grau“ (s. schabert) ist angekommen, außerdem das buch von i. sajko „jeder aufbruch ist ein kleiner tod“. die neue ausgabe von den lichtungen auch. dann hab ich den roman von sünje lewejohann „Am Sonntag will Gott zu Atem kommen“ zu lesen.
hab mir ein buch von k. passig bestellt.
der sohn unserer nachbarn feiert heute halloweenparty (so ca 14/15). vorher war er da und hat gefragt, ob es eh okay ist und wir anrufen sollen, wenn es zu laut wird. und ich hab gesagt, sie müssen sich wegen uns jedenfalls nicht stressen, weil ich schlaf eh durch alles durch. und mitbewohni hat eh selbst schon die ärgsten partys geschmissen im haus. jedenfalls hören sie irgendwie so 90er/2000er popmusik auf der party, grad die spice girls. und scheinbar laufen sie dazu immer im kreis, zumindest hört es sich so an. aufregend.
sex = unterbrechen : wiederholen : schreiben.
a hat montags immer handyfreien abend. gestern hab ich b das mit a erzählt, nur damit er auch alle infos hat, wenn ich dann ende november zu ihm fahre. es war ihm natürlich gleichgültig. aber das wusste ich eigentlich schon, dass für ihn das nichts ändert.
y hat mich zu seiner geburtstagsparty eingeladen, dass ist jetzt die dritte party, zu der er mich einlädt und zu der ich nicht hinkommen kann aus zeitlichen gründen. aber ich habe ihm ein geschenk geschickt, weil.
evtl werden die nachbarjungs durch die decke brechen, es hört sich nun so an als würden sie möbel durch die räume werfen. aufregend. er hat mich eh noch gefragt, ob ich mir sicher bin, dass ich nicht seine telefonnummer will, falls es mir nachher doch zu laut wird. und ich so: NEIN FIX NICHT ICH KANN DURCH ALLES DURCH SCHLAFEN. VIEL SPASS. lol. ich glaub ich hab einfach meine fähigkeiten überschätzt und die lautstärke unterschätzt. aber mal sehen.
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bin
bin jetzt auf mastodon (mal sehen, ich glaube eher so zur doku). evtl lösche ich instagram dann noch dafür, oder poste dort weniger. mein newsletter ist auch irgendwie vorbei, weil ich nicht zum schreiben komme.
habe den tag mit dem lesen von texten von c. kraus verbracht.
es sind 4 veranstaltungen (lesungen) im november, nicht drei. das ist zu viel einfach.
heute den meditationen text weiter geschrieben (6 seiten). den text schreibe ich auch nur für mich. der text fängt in paris an. was sehr passend ist, weil es auf ein klischee verweist. und ansonsten versuche ich sogar handlung zu schreiben, was mir natürlich misslingt. die hälfte des textes ist lyrik (zumindest ausgehend von den zeilenumbrüchen). ich würde behaupten, es ist alles prosa, was ich schreibe oder es ist halt nicht zuordenbar.
ich finde, es liest sich ok (Auszug):
Hier könnte ich aufzählen, was ich dort alles gesehen habe, ich muss es nicht, wir wissen, welche Sehenswürdigkeiten, Cafés etc man in dieser Stadt anschauen würde, ich habe davor die Tipps bekommen, was ich unbedingt sehen müsste – schau, vor allem anderen gehst du ins Palais de Tokyo, das ist der Hotspot für zeitgenössische Kunst, da kann das MoMA nicht mithalten, bekomme ich zb gesagt, aber ich werde auch dort nicht hingehen, hier könnte ich eine Liste schreiben, und detailliert schildern, wie alles ausgesehen hat, ich könnte die Bilder wiederholen, die wir alle im Kopf haben, aber ich bin nicht in diese Stadt gefahren mit einem Plan, nicht mit dem Wunsch, möglichst viel zu sehen, ich bin in diese Stadt gefahren für ein Gefühl und für ein Ende.
Das Gefühl quillt an unterschiedlichen Stellen aus der Stadt hervor und ich bin auch nicht immer sicher, ob ich es wirklich fühle. Manchmal wiederholt das Gefühl das Ende, manchmal unterbricht es. In der Buchhandlung Librairie Demain kaufe ich das neue Buch von Annie Ernaux Le jeune homme, das Skandalbuch des Sommers, das momentan alle in Frankreich lesen oder schon gelesen habe, ich kaufe Le jeune homme, in dem Annie Ernaux ihre Liebesbeziehung zu einem 30 Jahre jüngeren Mann Ende der 1990er-Jahre schildert, ich sitze im Jardin du Luxembourg und lese das Buch. Französisch lesen ist für mich, zuerst nur die Satzstruktur, die Grammatik erfassen zu können, dann wird mir schwindelig und eine Lawine löst sich in meinem Kopf und wenn sie sich gelegt hat, dann verstehe ich, was die Wörter bedeuten. Das war einer dieser Momente, das war einmal dieses Gefühl, ein Fallen, ein Ende, im Kopf: wiederholen, unterbrechen, wiederholen.
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den
den text, den ich grad schreibe, den schreibe ich durch A durch (und er liest mit bzw. findet das gut). und ich dachte eigentlich, ich würde das nicht mehr so machen und va nicht mit einer person, die ich gerade kennengelernt habe. aber es ergibt sich gut, weil ich finde, es erzeugt auch eine gute balance im spiel zwischen uns. weil ich im text die macht habe, die ich im spielen aufgebe. und es außerdem, zumindest kenne ich keine, keine wirklich guten literarischen texte über bdsm gibt; die meisten lesen sich dann doch irgendwie toxisch bzw problematisch, also so auf der alltagsebene va. ich fand da auch das debut von l. stahlmann teils nicht gut, obwohl ich es dann doch gern gelesen habe. man wird das ja wohl auch nicht toxisch schreiben können, zumindest ist das mein plan.
der plan hängt auch ein bisschen an A, weil er zwar gesagt hat, er will das vermutlich längerfristig mit mir, aber das kann sich natürlich verändern. es könnte natürlich auch toxisch werden, aber das glaube ich momentan nicht, weil nichts zwischen uns sich so anfühlt. er ist zwei jahre jünger als ich, er ist so in der alltagskommunikation überhaupt nicht manipulativ, er ist auch überhaupt nicht dominant im real life. ich denke, dass das vielleicht auch mein problem immer war, dass ich mir so typen gesucht habe, weil ich mich davon angezogen fühle, die so eine dominanz ausstrahlen, im alltag, die laut sind und sich auch so performen müssen, zentrum in jeder unterhaltung sein, andere niederschreien bestenfalls. aber die sind halt oft einfach nur toxisch und problematisch. weil das halt für die ja auch kein spiel ist, das begrenzt bleibt, sondern ihr unreflektiertes verhalten. was solche dudes an mir finden, weiß ich schon auch. weil ich das durchbrechen kann, für einen moment, ihre performance. weil ich das durchschaue und weil sie das bei mir dann nicht sein müssen, weil sie unsicher sein können, weil sie mit mir über ihre probleme sprechen können. aber sie wollen das nicht für immer, weil es sie anstrengt, weil es zu viel nähe ist, und weil es sie wegbewegt von ihrer performance, die sie ja nicht aufgeben wollen. und weil ich diese performance nicht mittragen kann, weil ich das nicht bin – wortgewandt, im zentrum stehend. ich bin nur eine beobachterin, ich bin immer die im raum, die nicht im raum ist.
auf einer meta-ebene geht es natürlich ums schreiben selbst, weil es für mich sehr viele überschneidungen gibt, zwischen dem schreiben/veröffentlichungsprozess und submission. (abgesehen davon, dass submission auch einreichung bedeutet, worüber ich mich schon sehr amüsiert habe. ich bin auch sehr leicht von den wörtern zu begeistern). aber es hat etwas mit die kontrolle aufgeben zu können, zu tun, weil ich auch beim schreiben loslasse und ich mich dafür entscheiden muss, den leser*innen die interpretation des textes zu überlassen so wie ich A die interpretation meines körpers überlasse. wobei letzteres weniger problematisch ist, weil alles exakt abgesprochen ist und ich jederzeit stopp sagen kann, während ich kein safeword habe, um die interpretation meiner texte zu unterbinden.
(das hier kann auch nur sein, ein erster versuch, das zu reflektieren, oder ein erster versuch, mich damit auseinanderzusetzen, was es für mich bedeutet, wenn ich über mich sage, dass ich queerfeministisch bin & submissive. und das für mich natürlich in sich keinen widerspruch darstellt. aber sich damit auseinanderzusetzen, dass das ein teil meiner identität ist. was ich denke ich lange nicht wollte. und woraus sich diese problematischen beziehungskonstellationen zum teil dann ergeben haben (dürften). oder vielleicht suche ich auch nur eine erklärung dafür, warum mich menschen so behandelt haben wie sie mich behandelt haben, die mir die kontrolle zurückgibt und mich wieder handlungsfähig macht.
ich musste auch daran denken, dass mir jmd mal ein foto von einer textstelle aus einem v springora buch geschickt hat mit dem hinweis, er hätte da an mich denken müssen.
“Später als ich ein bisschen reifer und mutiger bin, entscheide ich mich für eine andere Strategie: Ich sage die ganze Wahrheit und gestehe, dass ich mich wie eine Puppe ohne Verlangen fühle, die nicht weiß, wie ihr Körper funktioniert, und die nur eines gelernt hat, nämlich ein Instrument für Spiele zu sein, die ihr fremd sind. Jedes Mal endet diese Enthüllung in einem Bruch. Niemand mag kaputte Spielsachen”
und ich hätte eigentlich antworten müssen, wtf, das ist irgendwie sehr off. und how could you think of me like that. aber das habe ich nicht, nicht wahr. und genau das war auch das problem. und genau das ist es ja bei mir auch gar nicht. ich bin ja nicht ohne verlangen, ich will nur die kontrolle aufgeben und mich im gefühl auflösen. weil ich ständig so viel denke, weil ich ständig so viel verantwortung habe im alltag, über alles, und weil ich es befreiend finde, wenn ich einmal nicht mehr denken muss. aber das ist meine bewusste entscheidung und deswegen bin ich nicht kaputt. und wünschenswert wäre es, wenn menschen, die mir nahe sind, mich auch nicht so betrachten, als wäre ich das. und wenn mich jemand so betrachtet und meine nähe, mich will, dann ist es für mich in zukunft wünschenswert, dass ich das als etwas erkenne, was ich ablehne, weil das nicht mir entspricht.
und genau das soll mir nicht mehr passieren. wenn es das spiel gibt und wenn es den alltag gibt und ich weiß, wo die grenze ist. und ich alle grenzen klar ausverhandeln kann, weil das an mir liegt.)
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folgende
folgende bücher sind gekommen: rachel zucker: museum of accidents (ich will eine sammlung über bücher mit „museum“ im titel) und von lara cardella „ich wollte hosen“ (das ich bei m auf insta gesehen hatte).
ich bekomme nur am rand mit, dass die musk-übernahme nun dazu führt, dass menschen sich wieder weg von twitter bewegen (wollen). man müsste sich eig weg von allen sozialen netzwerken bewegen. es ist eben ein nicht schaffbarer balanceakt oder es ist immer ein kompromiss, zumindest so, wie das internet momentan aufgebaut ist. ich hätte diesen blog auch eher woanders hosten können, denke ich. also wieder bei uberspace, gleich wie meine webseite und die von unseren projekten. bzw. gibt es in graz eben auch mur.at (wo wir zusammen lesen unterbringen werden). beides modelle, wo man auch nach ermessen zahlt, also die die mehr geld haben, zahlen mehr ein. bei mur.at war eben auch grad die spendenrunde für den solidarischen mitgliedsbeitrag 2023. das geht, aber es ist dann schon wieder nicht so niederschwellig. also ich muss so ein bisschen ahnung davon haben, zumindest wie ich wordpress aufsetze.
und man hat dort eben nicht diese reichweite. und man hat nicht die möglichkeit, sich in der form an text, memes etc zu beteiligen, wie das in den sozialen netzwerken möglich ist. und menschen kennenzulernen.
und in gewisser weise muss man es sich leisten können, darauf zu verzichten. ich kann das auch nur, weil ich nicht darauf angewiesen bin. weil ich mein geld nicht mit dem schreiben verdiene. deswegen war es „nur“ eine persönliche entscheidung, mich von twitter wegzubewegen. und keine finanzielle. und ich habe ja auch keine wichtige stimme, dh ich habe ja nie online aktivismus gemacht, ich fehle nicht im diskurs. ich musste also auch deswegen nicht überlegen, weil ich keine verantwortung getragen habe, weil ich nie ein role model oä für andere war. es war also nur eine persönliche entscheidung und insofern war es ein leichtes. es war natürlich trotzdem nicht leicht, aber es war nicht unmöglich.
wir haben die förderung vom bund für die lesereihe bekommen, yes. (es wurde extrem schnell bewilligt, ich denke, sie hatten noch geld übrig v 2022). bund war am unwahrscheinlichsten, dh land und stadt sollten sowieso klar gehen. ich freu mich, weil das bedeutet, dass wir nächstes jahr auch personen nach graz einladen werden können. weil wir budget dafür haben. und dann werd ich mich irgendwann wieder mehr in den aktivismus einbringen, f*streik bietet sich an, weil eh m1 mitbewohni da dabei ist. und einfach in graz bleiben, weil ich nicht denke, dass ich in einer zeit wie dieser von meiner family weggehen werde. weil es sowieso gleichgültig ist, und ich für eine tatsächliche karriere im literaturbetrieb auch einfach nicht hart genug bin und auch schon zu alt. und ich dann auch wieder viel mehr auf konfrontation werde gehen können, wenn ich nicht im kopf habe, dass ich vielleicht doch mal irgendwas schaffen will.
und weil ich noch immer ein bisschen daran glaube, dass, wenn ich wirklich gut schreibe, dass es dann egal ist, in welcher stadt ich wohne. und ich nicht in einer edgy großstadt sein muss, über die ich mich performen kann. (obwohl ich andere städte vermisse, ich vermisse wien immer sehr (wg der literatur und der menschen dort und ich weiß, es wäre schön, dort zu leben), ich vermisse beijing und zagreb (meine liebste stadt) und brno und prag. und ein bisschen auch paris, aber nur wg der existenzialist*innen). aber ich habe immer das gefühl, ich kann freier atmen, sobald ich eine dieser städte betrete. dass ich hier einfach nicht so frei atmen kann.
j. winkler hat mal bei einer lesung in wolfsberg gesagt, dass er in kärnten geblieben ist, weil man ihm dieses land ansehen soll oder so ähnlich, ich hab mir das nicht richtig gemerkt. manchmal denke ich auch darüber nach, dass ich nach wolfsberg zurückgehen könnte. weil der ort meinem schreiben gut getan hat. die isolation. und ich die menschen dort vermisse.
es ist auch lustig, dass wenn ich dann auf konfrontation gehe zu anderen personen im betrieb, dass es bislang dann doch so war, dass die mich eher dafür schätzen, als dass sie mich ablehnen. dass war glaub ich so der moment für mich, wo ich dann gedacht hab, wäre ich letztes jahr schon so weit gewesen und hätte das anderen personen auch so ins gesicht gesagt.
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nächstes
nächstes jahr würd ich gern wieder zur Buchmesse fahren, erstens weil ich meine Schulfreundin besuchen will, die jetzt in Frankfurt lebt und zweitens weil ich seit dem netzwerktreffen über queerfeministische störaktionen nachdenke. weil ich das so gut fand, was die eine Zeitschrift erzählt hat.
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november
november ist, dafür das ich gesagt habe, dass ich nichts mehr annehmen werde:
7-9.: Arbeitsveranstaltung, schätzungsweise, 7./8.11. bis jeweils 23 Uhr
+ jedenfalls 1 weitere Arbeitsva, wo der Termin noch nicht steht11.11. Lesung (von Michelle & mir im Rahmen eines Projektes)
15.11. Lesereihenlesung
Ende November: Lesung mit A (hab Datum vergessen)Evtl. könnte ich Ende Nov auch nach Wien fahren, zur BuchWien. Ich wurde halt gefragt, von B und K ob ich auch komm.
Dann noch die Ausstellungsorga fürs Schaumbad (wie ist das passiert), jedenfalls fix dort am 3.11., vmtl noch öfter.
Das sind aber nur die Veranstaltungen, nicht das, was ich rundherum dafür machen muss (Plakate drucken, Werbung etc)
es geht sich nicht aus. ich denk dann immer, es würd sich ausgehen, wenn es mir nur ganz gut gehen würde, aber selbst wenn es mir ganz gut gehen würde, würden sich ja nicht zwei vollzeitjobs ausgehen.
außerdem sollte ich noch: weiter umziehen (dh vorhänge aufhängen), ich muss mich auch echt mehr in die wg einbringen, und wir wollten zb auch das vorhaus ausmalen. ich kann da auch nicht nicht anwesend sein.
ich sollte auch den beitrag für die lyrikanthologie weiterkonzipieren, und achja, mir was für das shooting dafür überlegen, weil L kommt ja am zweiten Novemberwochenende deswegen zu mir nach graz.
faszinierend wie ich es bei dem zeitplan und meinem gebrochenen herzen geschafft habe, anzufangen zu daten auch noch. ich weiß nicht, was ich mir da dabei gedacht habe. also eig wollte ich ja nichts ernsthaftes, wo ich emotional care-arbeit leisten muss, aber jetzt ist das mit A auf einmal irgendwie doch sehr schnell sehr ernsthaft geworden und irgendwie würde ich das schon auch längerfristig wollen, mit ihm. das einzige, wovor ich angst habe, ist, dass er es sich einfach random anders überlegt. aber er wirkt nicht so, wie jemand, der an einem Tag X sagt und am anderen Z und dann so tut als hätte er nie X gesagt. weil er macht mir zb schon auch komplimente und ich merke, dass er sich für mich interessiert, aber es ist nie irgendwas übertriebenes, bei dem ich das gefühl habe, dass das eigentlich nicht haltbar ist. also er steigert sich nicht in mich rein, so als wäre er süchtig nach mir. ich glaub, dass ist so ein gutes warnzeichen, wenn sich ein dude in dich reinsteigert und dir dann eh auch sagt, dass das wie eine sucht bei ihm ist. dann würd ich sagen, einfach weglaufen. das ist nicht wirklich, weil es da nicht um die person geht, sondern um die sucht. der kann das mit jede*r person machen, die ihm über den weg läuft. und er wird das auch tun. ich weiß das, weil ich darin jetzt genügend erfahrung habe. aber ich werd einfach sagen, es war recherche für 1 buch über scheinbar woke feministische dudes, die in wirklichkeit chauvis sind. jahrundertroman. es gibt eh schon so einen roman, also „die party“ von u. haidacher (den ich noch nicht ganz gelesen habe), ich war nur bei der lesung, da fand ich es gut. davor hatte ich mal reingelesen, da fand ich es nur so semi, weil ich dachte, es mir zu sehr so nach thomas bernhard. aber jetzt denk ich, geil dass es nach thomas bernhard klingt, also so bissl parodistisch, weil sonst schreiben eh nur immer diese cis het dudes über bernhard und denken, dass sie das können, und es ist doch so auf sprachlicher ebene 1 guter move, wenn dann grad das buch über so 1 chauvi feminist dude der 1 kulturparty veranstaltet so das auf sprachlicher ebene dann auch noch einfängt. also werd das buch noch ganz lesen. das ist dann literaturrecherche. nachdem ich nun die real life recherche über scheinbar woke feminist dudes zur genüge abgeschlossen hab. es ist halt schwierig, weil ich glaub, ich hab immer das gefühl, ich will sie retten oder. wenn sie da so mir gegenübersitzen und so tun als ob niemand sie so verstehe wie ich. das ist dann immer so der moment, wo ich sie retten will. und dann machen sie mich halt kaputt, weil sie ups gar nicht von mir gerettet werden wollten, sie wollten nur ihrer sucht fröhnen und dann weiter ziehen.
ups, sry, j. hab dich ausgetrunken, konnte ja nicht wissen, dass du glaubst, das ist for real, lass uns friends bleiben, bussi.
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evtl
evtl hole ich morgen die französischen bücher ab:
Lea Tourret: la fille de la piscine
Lisa Balavoine: EparseLisa Balavoine fand ich ja sehr gut, das von Lea Tourret habe ich bestellt, weil es mich angesprochen hat, aber ich kenne nichts von ihr.
gestern Schaumbad und mit den Künstler*innen aus Finnland, Ungarn & Ukraine gesprochen, die gerade da sind und für die Ausstellung gearbeitet Und irgendwie war das sehr beruhigend, dieser Austausch. Ich merke dann, wie sehr mich die Lohnarbeit ermüdet, weil ich wenn ich dann so künstlerisch arbeiten kann, weil ich dann mehr Energie habe.
ich hab so 1 krass arge todoliste für heute und werd vermutlich nur sehr wenig davon schaffen. das meiste davon eh für literatur. das problem, wenn man grad so von einer in irgendeiner form von emotional abuse sich erholt, und dann das erste halbe jahr einfach drüber arbeitet über jede art von schmerz und das eh kaum funktioniert und dann nach einem halben jahr merkt man, dass jetzt dann bald gar nichts mehr geht und man arbeitet dann trotzdem einfach weiter. aber das ist irgendwie so das einzige, was ich wirklich gut kann. also einfach weiter machen. frag mich, wie das ist, also ich hab mich das im letzten jahr oft gefragt, wo eig der moment für mich wäre, an dem ich sage, dass ich echt nicht mehr kann und ich bin mittlerweile der meinung, dass es diesen moment für mich gar nicht gibt.
dafür ist es das erste mal seit 2017 (!), das in meinem engeren umfeld niemand ist, der in irgendeiner form nicht gut für mich ist.
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Bin
Bin müde. Mitbewohni hat covid, vorgesetzter vmtl auch. Pendle wieder zur Arbeit, weil nicht in wg schlafen will. Um mich nicht anzustecken.
Meine französischen bücher wären abzuholen. Muss plakat für lesereihe machen. A hat gemeint, er kann sich vorstellen mich längerfristig zu treffen, wenn ich das will. Aber eig ist es zu früh für mich, für Gefühle. Hab Angst. Also dass es mich bricht.
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Lena
Lena Anderson: “Wilful Disgrace”:
“It turned out that a person could miss someone she had never met, except in her imagination. What she loved was not so much him as her own creation, and though she had not created him (he existed without her), the words, which were hers, now enveloped and caressed his work, which was himself” (S. 5)
“She felt very alone and completely exhausted In the course of a few hours,or since the previous Sunday when she had started to write Hugo Rask into existence within her, or as the result of a long disintegration, Ester had become a stranger to her partner. Her whole self was one huge sense of absence” (S. 8)
“She did not realize, she had crossed a boundary. The brain knows no tenses. If it has longed for something it has already had it The leap comes when we do not want to lose the future we already known” (S 16f)
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lese
lese L. Anderson „wilful disgrace“: „her whole self was one huge sense of absence.“
a. fragt mich, ob ich eig froh bin darüber, dass ich immer so viel fühle. (ich hab ihm noch nicht mal die hälfte erzählt, von dem was ich so alles fühle, aber gut.)
heute 1 buchankündigung gesehen und fast geweint, weil ich dann dachte, ich hätte so etwas früher geteilt und das geht jetzt nicht mehr.
mein kopf: eine abwesenheitsliste.
bei l. anderson auch gedacht, dass könnte ich jetzt jmd schicken und er hat gesagt ich darf ihm sachen schicken aber dann denk ich es ist evtl zu viel ich will mich nicht zu oft melden sicherheitshalber
je länger ich es höre, desto besser finde ich das neue taylor swift album. „i wanted that pain“. aber gut, ich mochte auch schon ihre country alben, lol. ich find schwierig, dass ihr queer baiting vorgeworfen wird, weil ich mich dann auch immer schuldig fühle. weil ich hab nicht mal pronomen in m1 bio stehen, weil ich halt einfach, ich will halt einfach nicht öffentlich über m1 sexualität, ich will m1 sexualität nicht öffentlich verhandeln (müssen), ich fühl mich deswegen manchmal schlecht, aber ich kann mich nicht so angreifbar machen, ich will eig öffentlich k1 person sein, sondern nur mehr 1 textfläche, weil alles andere tut viel zu weh. und dann hab ich das gefühl, das was ich kann, das reicht einfach nicht, also das wird auch immer zu wenig sein. und vielleicht ist es eh zu wenig.
find lustig, dass sich der blog immer mehr an den handlungsverlauf der gelben tapete anzugleichen scheint.
am donnerstag treffe ich a. wieder. wenn ich mich safe fühle, bin ich nicht eifersüchtig einfach. also wenn offen mit mir kommuniziert wird, julia, xyz personen sind in meinem leben, für die ich xyz empfinde. ka. und ich das dann auch so sagen kann, und das alles ist einfach easy und niemand lügt mich an.
und am sonntag hab ich auch 1 date (aber evtl. sag ich das ab, weil das wird 1 bisschen viel für mich).
was ich interessant fand zb: als a. mir letzte woche nicht so geantwortet hat, wie üblicherweise, also einfach in einem anderen rhythmus, was ja in ordnung ist, dann hören wir uns eben mal 2 tage nicht, da hat mich das körperlich sehr gestresst (mir war schwindelig, ich war angespannt) und es hat sich nicht so angefühlt, als ginge es um die aktuelle situation, sondern um etwas, das schon vorbei ist. aber ich hatte mittlerweile einige ehemalige bezugspersonen, die das ins extrem mit mir gemacht haben, dh mich sehr close an sich ranziehen und dann auf distanz gehen, sich nicht mehr melden und das damit begründen, dass es ihnen gerade sehr schlecht gehe (so, dass ich auch nicht sagen konnte, dass es mir damit schlecht geht, weil ich ja verständnis haben muss) und mich dann wieder sehr close ranziehen und dann wieder den kontakt runterschrauben. und es ist fast unmöglich, sich da rauszulösen, weil man die schuld einfach definitiv sich selbst gibt – weil man kein verständnis hat, dass es der anderen person nicht gut geht und sie ja gerade nicht kommunizieren kann. weil wenn man nicht so ein naheverhältnis hat und die andere person das auch von einem einfordert, dass man da so 110 prozent da ist, also wenn das nicht so dieses extreme hin-und-her ist, dann ist ja obv alles ok, wenn man mal sagt, man kann aus welchen gründen auch immer keinen kontakt. aber es ist einfach die wiederholung und dieses extreme, was es dann problematisch macht. oder vll gibt es auch menschen, die sowas können, also es wurde immer von mir erwartet, man war dann verärgert, wenn ich doch mal gesagt habe, ok, ist irgendwie doch schwierig für mich, weil.
und das ist jetzt ja in keinster weise passiert, aber mein körper reagiert einfach sofort über. und ich muss das dann im kopf ausbalancieren, dass das gerade nicht wieder passiert. und das ist anstrengend für mich. weil ich ständig diese ganzen erfahrungen ausbalancieren muss. aber ich will mich halt trotzdem öffnen können und anderen menschen grundsätzlich vertrauen, weil ich nicht unbedingt davon ausgehen will, dass alle menschen so sind. ich hoffe auch, dass ich jetzt einfach tatsächlich genug schlechte erfahrungen gemacht habe, weil ich auch nicht weiß, wie lange ich das dann noch so ausbalancieren kann. va kann ich es auch nicht immer, dh, ich muss es der anderen person dann sagen und sie muss das aushalten können