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da
da hat sie dann endlich verstanden, dass sie nicht dazu gehört. und dann höre ich lachen und ich schlucke. mich betrifft es nicht, dieses mal betrifft es nicht mich, aber es könnte jederzeit auch mich betreffen, ich weiß das, ich kenne diese aussagen, ich kenne diesen tonfall, ich kenne dieses lachen, ich kenne das. aber ich schlucke nur. bier, und rauch, und die kälte. oder ich werde davon geschluckt. mir ist das alles nicht mehr so klar, später als ich am boden sitze, weine und die wände berühre. mir ist das noch immer nicht klar, monate später, als ich auf dem bett liege und die wand berühre. solange ich die wand berühre. solange ich so tun kann, als ob ich eine wand wäre. ich hab den preis dann irgendwann verstanden. was mich das gekostet hat. und was warum jemand wie ich das nicht auf dauer bezahlen kann. weil dazu die anpassungsfähigkeit nicht reicht. ich habe also geschluckt, das bier, den rauch, die kälte, oder ich wurde davon geschluckt. ich habe das lachen im kopf und den gehässigen tonfall. ich habe im kopf, dass es dieses mal nicht mich getroffen hat. aber es hat mich dann doch getroffen. es hat mich so sehr getroffen, dass ich zerbröckelt bin. da war keine fläche mehr übrig, auf die man etwas hätte projizieren können, sehnsüchte, liebesschwüre, filme zb. dafür muss die wand intakt genug sein. ich habe dann endlich verstanden, dass ich es war.
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dinge
dinge die auf twitter weird waren
zb der 1 account der in s1 bio stehen hatte er wäre inspired by me (was mir irgendwer dann gesagt hat) und ich dem dann geschrieben hat und der account mir nicht sagen wollte wer er eig ist und ich ihn dann gebeten hab er soll bitte nicht m1 handle in s1 bio schreiben
zb der account der 1 lyrik-muster von mir kopiert hat weswegen mir xyz personen geschrieben haben ob das m1 neuer dark ist und der account dann versucht hat allen m1 accounts (auch den darks) zu folgen und ich dann dachte, wowi, das ist echt sehr viel aufwand um sich über mich lustig zu machen und wozu eig und wie mich dann monate nachdem ich twitter schon gelöscht hatte noch immer jmd per mail gefragt hat ob das m1 neuer dark acc ist
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wie
wie ich sicher war
bis ich nicht mehrbei dir
ich weiß nicht, wenn jmd mir schreibt, dass er gerne h. kräftner liest, hat der mich dann einfach sehr gut gestalkt. ist das die welt, in der ich lebe, würde jmd mich anlügen, dass er h. kräftner liest und aus welchem grund
aber ich dachte auch nicht, dass x mich je anlügen würde, dass er mich so anlügen würde, vielleicht ist es einfach so, dass menschen lügen
aber ich würde lieber in 1 welt leben, wo wirklich zufällig jemand auch h. kräftner liest. und ich diesen menschen zufällig kennenlerne.
ich würde auch lieber in 1 welt leben, in der x mich nicht so arg belogen hätte, dass ich jetzt noch immer nicht weiß, was das eig sollte außer dass es ihm sehr, sehr gut getan hat man muss das denk ich verstehen, wenn jmd etwas sehr, sehr gut tut und manchen menschen tut es einfach sehr sehr gut zu lügen glaub das hat was mit macht zu tun auch
evtl tut es jmd auch gut, mir vorzulügen, er läse h. kräftner. ka. was leute so für kinks haben. fantasy so 1 melancholische sad girl autorin mal ficken und die eigenen beschützerfantasien ausleben und dann sagen, ja kann ich von m1 bucket list abhaken, jetzt weiter zu real life beziehungen. dafür ist die melancholische sad girl autorin nicht geeignet, weil das wär nicht bequem auf dauer
ka aber wozu sollte mich jmd mit dem ich selbst nur unverbindlichen sex will mich anlügen über irgendwas also ja kann er eh aber was soll ihm das bringen wenn ich mich eh nicht emotional an ihn binden will und er verheiratet ist und sich nicht emotional an mich binden will das wäre schon next level fucked up
versteh schon dass x mich angelogen hat weil das hatte ja vorteile für ihn
check nicht warum mich jmd anlügen sollte der eig nichts davon haben kann
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date
date mit A war gut. sich selbst finden mitte 30 ist irgendwie schräg, naja. er hatte wein mit und mag taylor swift nicht. ich bin leicht in ihn verliebt, aber auf so eine unromantische art, ich stell mir nichts vor, außer das wir uns sehen, und wärme = schmerz.
ich versuche darüber 1 text zu schreiben und ich lese foucault. und weiß gar nicht, ich glaub, öffentlich darf man nicht mehr sagen, dass man foucault oder beauvoir oÄ liest, weil es anscheinend grad uncool ist, theorie zu lesen grad. ka. aber ich bin eh uncool sowieso.
habe beschlossen bücher zu sammeln, die im titel „museum“ haben. habe momentan „das museum der bedingungslosen kapitulation“ und bestellt „museum of accidents“ und zufällig erscheint auch im berliner verlagshaus grad 1 buch mit museum im titel.
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einmal
einmal
wir kannten uns vielleicht
ein jahr da hatten wir uns geschrieben wer wir wirklich sind und dann haben wir vergessen uns das zu glauben wer wir wirklich sind und dann hast du mich daran erinnert wer du wirklich bist und dieses mal betraf es mich und du wolltest wieder hören dass ich alles verstehe du wolltest vergessen wer wir sind***
fremde menschen fragen mich auf welche art von sex ich stehe
ich stehe auf unverbindlichkeit & outerspace
und auf menschen die nicht so tun als ob
sie mich lieben während sie meine grenzen
überschreiten, sssshhhh
***locations
ich schreibe, ich würde es reizend finden
mal im theater oder in der oper
zu ficken
***ich dachte es wäre sinnvoll
aufzuhören mit dem zucker &
mich dafür mehr der melancholie
hinzugeben & diesem 1 typen
den ich vor 4 wochen auf tinder
kennengelernt habe***
((SEND POEMS / SEND NUDES))
ausgehend von den reaktionen:hauptsächlich bin ich gut
in gedichten &
nudes.
„hot“ -
ich
ich würde gern so 1 veranstaltung organisieren, zu der nur autor*innen eingeladen werden, die sich aus dem literaturbetrieb zurückgezogen haben bzw. sich dafür entschieden haben, nicht mehr öffentlich zu schreiben (aus welchen gründen auch immer).
obwohl das natürlich nicht möglich ist, 1. weil das ja konträr zu den wünschen der personen stehen würde und 2. weil ich auch gar nicht wüsste, wie ich die alle finde.
ich stelle mir vor, dass es so ein geheimes netzwerk von autor*innen gibt, die mit dem öffentlichen schreiben aufgehört haben. dass, wenn man sich aus dem literaturbetrieb rausnimmt, man eine mail von diesem netzwerk bekommt und offiziell aufgenommen wird. und man dann zu den jährlichen treffen eingeladen wird, man gegenseitig die texte tauscht, die man nicht mehr veröffentlichen wird. wenn ich wüsste, dass es so etwas gäbe, dann würde ich aufhören. weil ich diese autor*innen gerne kennenlernen würde, die nichts mehr schaffen wollen.
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versucht
versucht zu weinen, aber irgendwie zu erschöpft dafür.
ich hatte noch nie so viele literaturanfragen wie heuer und das obwohl ich mich so zurückgezogen habe. ich frag mich – und das sollte ich nicht -, was gewesen wäre, wenn das nicht notwendig geworden wäre. ich glaube, dass meine literarische karriere zum einen daran scheitert, dass ich nicht hart genug bin, und zum anderen daran, dass die für mich wichtigsten bezugspersonen personen waren, die ich besser nicht in mein leben gelassen hätte.
es ist auch schwierig, ich muss auch damit aufhören, anderen zu erzählen, dass es mich ekelt, wenn mir jemand sagt, dass er meine texte liebt. aber es ekelt mich, weil ich immer automatisch denke, wenn jemand sagt, dass er meine texte liebt, dass er mich ficken will und dann fallen lassen. und ich weiß nicht, wie ich dieses gefühl wieder wegbekomme.
Literatur ist auch nur ficken und fallen lassen.
es ist auch ganz spannend, a. hetzers „pandoras playbox“ und b. galvagnis „moira“ zeitgleich zu lesen, wg der bearbeitung von griech. mythen. ich denke oft darüber nach, dass sich b. galvagni dann einfach ganz rausgenommen hat aus dem literaturbetrieb. dass ich das nicht tun werde, hoffentlich. dass ich irgendwann wieder mehr kraft haben werde als jetzt, hoffentlich.
vll ist es aber auch irrelevant.
1 freund von m1 mitbewohnis sitzt seit monaten im gefängnis, weil er 1 mensch ohne papiere über die grenze nach österreich bringen wollte. das ist so grauenhaft. es ekelt mich so vor europa. und auch vor meinen problemen. es ekelt mich davor, dass es nach wie vor einen alltag gibt. in dieser grauenhaften, ekelhaften welt.
habe beschlossen performativ keinen alkohol mehr zu trinken auf literaturevents. weil mich das ekelt. diese alkohol-literatur-kultur. dieses sich mit bier oder wein niedersaufen auf literaturpartys. weil mich das wahnsinnig ekelt. obwohl ich es gut kann. ich trinke ja im alltag keinen alkohol, aber ich kann wahnsinnig gut saufen, wenn ich will.
ich bin der meinung, dass es männlichen cis-hetero weißen autoren verboten werden sollte, über thomas bernhard zu schreiben. thomas bernhard nur mehr für alle anderen.
roman, wo thomas bernhard aus s1 grab aufersteht und als zombie die gehirne von allen cis hetero männlichen autoren aufisst, die in seinen namen schreiben.
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habe
habe bücher bestellt bei voland&quist. simone schabert, rosa in grau, ivana sajko, jeder aufbruch ist ein kleiner tod, und kerstin becker, das gesamte hungrige dunkel ringsum.
gespenster-veranstaltungsförderung wurde bewilligt.
lesereihen-förderungen für 2023 sind eingereicht. nächster termin inkl autor*innen ist geplant.
ich bin sehr sehr müde. samstag kaufe ich vorhänge für mein zimmer und werde zum arzt gehen wg dem linken ohr.
ich werde nur mehr alles absagen für dieses jahr.
b hat geschrieben. es geht ihm etwas besser. das freut mich sehr.
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es
Es wissen eh immer alle, welche dudes in Bezug auf Frauen schwierig sind, es ändert nur nichts (gestern wieder im Gespräch festgestellt). Es wird nie Konsequenzen geben für Männer, die sich problematisch verhalten, nie. Auf wen es immer zurückfallen wird, sind die Menschen, die von ihrem Verhalten betroffen sind, ob das jetzt abgesagte lesungen oä betrifft. Und man weiß ja auch bei weitem nur einen Bruchteil. Man muss das entweder aushalten oder man kann sich rausnehmen, und viel dazwischen gibt es nicht. Aber dann auch dieses, warum wird diesen Dudes eigentlich trotzdem eine Bühne gegeben, warum wird ihnen selbst von Personen Raum gegeben, die eh wissen. Und ich glaube, das liegt daran, dass man im eigentlichen doch immer den Dudes glaubt. Weil das dann irgendwie einfacher ist. Ich glaub mir ja sogar selbst meine eigenen Erfahrungen nicht. Ich würd ja noch immer auch sagen, ja, aber ich hätte und das war meine Verantwortung und ich hätte das besser wissen müssen, also ist es meine Schuld und er war ja auch lieb und hilfsbereit etc. Und es war ja eigentlich nichts. Mir ist ja nichts passiert. Es war ja nichts. Das ist ja nicht strafrechtlich relevant, also war’s nichts. Härter müsste ich sein, dann würde ich mehr aushalten. Ich glaub mir das ja selbst nicht. Warum also sollte irgendjemand mir oder anderen glauben, wenn ich sage, dass xyz schwierig sind zb.
Ich glaube, dass ist ein eigenes genre, der rhetorisch woke queerfeministische Dude, der gendert und andere outcallt, während er privat ein chauvi ist.
Es kotzt mich an.
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ich
ich denke noch immer darüber nach, ob die art, wie ich schreibe, destruktiv/toxisch für andere personen in meinem leben ist. ich versuche das, so gut es geht auszuschließen, aber ich bin mir trotzdem nicht sicher.
ich denke oft daran, was F zu mir gesagt hat, im frühjahr, als ich ihn gefragt habe, ob es eine zumutung ist, meine texte zu lesen; ob das toxisch von mir ist, wenn ich will, dass er oder jmd anders meine texte liest. und er hat geantwortet, dass er ja jederzeit aufhören könne, zu lesen, wenn er das nicht mehr will. dass ich ihn nicht in meinen texten einsperren kann, dass er sich, wenn, dann freiwillig dort aufhält.
ich denke da oft daran, weil mir das nicht klar war. weil ich mich oft in meinen texten gefangen fühle oder auch in den texten von anderen autor*innen. weil texte oft etwas mit mir machen, positiv oder negativ, auf das ich keinen einfluss habe und ich kann mich dann nicht einfach so davon wegbewegen (welche gefühle löst etwas bei mir aus?)
deswegen bin ich mir im unklaren darüber, ob was F mir gesagt hat, etwas ist, dass ich allgemein annehmen kann oder ob das nur für ihn gilt. weil er das eben kann.
ansonsten versuche ich immer nur mit consent die wörter von anderen in meine texte zu fiktionalisieren. das funktioniert meistens erstaunlich gut (was mich wundert), weil die meisten personen in meinem umfeld gerne in irgendeiner form in meinen texten vorkommen.
ich denke gerade wieder darüber nach, weil ich kürzlich einen text einer kollegin gelesen habe (online) und ich, obwohl ich wenig kontakt zu ihr habe, ohne probleme entschlüsseln konnte, wer die fiktionalisierten personen sind (in ihrem text). und mir das dann zu nahe war. das zu wissen auch. aber ich habe keine hintergründe darüber, wie ihr textprozess aussieht (deswegen will ich darüber auch nicht urteilen). ich habe mich nur dann gefragt, ob es für personen, die mich kennen, auch so offensichtlich ist, ich hoffe nicht. dann versuche ich aber auch, nur versatzstücke zu nehmen und dann sind meine texte doch oft traumwelten, die kaum mit meiner realität zusammenhängen. es sind nur spezifische wörter / ausrufe.
ich weiß zb nicht, ob jemanden außer mir klar ist, wofür SCHIEFE BÖDEN stehen und ob klar ist, was es bedeutet, dass der Boden nicht schief war, sich aber trotzdem bewegt hat. Und dann hat es vielleicht einen konkreten Anlass, aber es soll dann trotzdem natürlich mehrdeutig sein.
aber grundsätzlich belastet es mich nach wie vor sehr. dass ich nicht genau weiß, wie ich damit umgehen soll.
es ist auch: ich habe r dann gefragt, und er hat geantwortet, ich muss ihn das nicht fragen. (aber ich dachte, ich muss und ich habe ihm das dann auch erläutert wieso.) wenn die personen das dann wieder nicht wollen, dass ich sie frage (ich will auch niemanden zu nahe treten – ich würde ja auch immer sagen, r muss mich nicht fragen zb. es muss mich sowieso niemand fragen, weil ich ja schreibe, dh intertextualität ist erlaubt. ich hätte r auch nicht gefragt hätte es nur seinen text betroffen, aber es betraf ein gespräch zwischen uns. dann würde ich mir natürlich im gegenzug auch wünschen, denke ich, dass personen mich wegen gesprächen fragen würden. obwohl es auch okay wäre, wenn nicht, also für mich selbst.)