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das
das netzwerktreffen war gut. es gibt einige fotos auf denen ich lache. habe KP gesagt, voll schräg, ich lache doch nie, aber sie meinte, ich würde eigentlich sehr oft lachen. wir waren frühstücken, und sie hat mir ein geburtstagsgeschenk gegeben (pudding ua).
manchmal bin ich aus den momenten gefallen und habe gedacht, dass ich diese realität nicht ertrage. dass ich das einfach nicht mehr ertrage.
wofür ich keine Sprache habe: wie sehr persönliche Beziehungen das Schreiben, die Interaktionen im Literaturbetrieb beeinflussen bzw auch beeinträchtigen und es wird auch in irgendeiner Form erwartet, dass darüber nicht gesprochen würde. Kaum im positiven(weil man will ja nicht das eigene Netzwerk offen legen*), schon gar nicht im negativen. In irgendeiner Form wäre es aber gut, eine Sprache dafür zu finden.
Die Konsequenz ist immer, dass ich es nicht schaffe, Räume zu betreten oder mir Raum zu nehmen. Die Konsequenz ist auch, dass ich mich schuldig fühle, weil ich es nicht schaffe, etwas auszuhalten, obwohl die andere Person das von mir erwartet. Mich dann zugleich schuldig fühlen, weil ich wütend bin, dass ich nicht gut behandelt wurde von einer Vertrauensperson. Weil ich dann denke, warum wird jetzt von mir erwartet, dass ich das wegstecken kann anstelle nicht einfach von vornherein so mit mir umzugehen, dass es mir leicht fallen würde. Und dass ich damit umgehen kann, dass das dann eine Leistung ist, die alleine in meiner Verantwortung liegt, während die andere Person sich quasi rausnimmt und sagt, schaff das, ich will, dass du in meinem Leben bleibst. Und wenn ich das dann nicht schaffe, dass ich dann schuld bin und meine Wut übergriffig. (Und das betrifft natürlich grundsätzlich wie Dynamiken in der Gesellschaft funktionieren).
Und dass ich mich immer wieder in solchen Situationen zu befinden scheine, dass das natürlich auch an mir liegt, weil ich, wie KP sagen würde, ein zu arges Grundvertrauen in andere Menschen habe und mich dann auf zu sehr auf Menschen einlasse; zu sehr darauf vertraue, dass die andere Person mich achtet. Und wenn die Situationen dann kippen, dann bleibe ich trotzdem. Weil ich Menschen kaum loslassen kann, wenn ich Zuneigung zu ihnen empfinde. Das macht mich zu einer verlässlichen Freundin, das macht aber auch, dass ich versuche, zu bleiben, solange, bis mein Körper es mir unmöglich macht, weil er mir Schmerzen zufügt, wenn ich bleibe (in Form von Schwindel, Anspannungsschmerzen, Herzrasen usw.)
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hab
hab „eine auswahl von fluchtmöglichkeiten“ von l. schlenker gelesen.
„Ich möchte jetzt schlafen
Aufhören mit dem Kaffee
Anfangen mit allem anderen“ (S. 31)„Wenn er das erste Mal Analsex hat
Dann möchte er das mit mir haben
Eine komische Mischung
Zwischen wtf und geschmeichelt seinVielleicht habe ich mit ihm schon
Über das Schwachsein gesprochen
Über Selbstzweifel
Versagensängste
Unreine Haut
Und Schuldgefühle
Ich weiß nicht mehr
Ob ich an seiner Schulter sogar geweint habe“ (S. 54) -
ich
ich höre the national, weil es mich beruhigt. und manchmal in flames, so als wäre ich wieder 15.
I say your name, I say I’m sorry.
I channel the pain through this
The paper, the pen, your eyes
To stare into what’s next
It frightens me
No control, no rewardwie müde ich bin
als wäre ich aus müdigkeit
müdigkeit
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manchmal
manchmal schreibe ich einfach anderen personen, damit ich ihm nicht schreibe. aber ich ertrage es nach wie vor nicht, wie alles geworden ist. dieses jahr fühlt sich an wie ein albtraum.
irgendwann 2013 habe ich geschrieben, „ich vermisse, wer du für mich warst, bevor ich erkannte, wer du sein wolltest“. und das ist es jetzt wieder. dass ich das vermisse, was wir waren, füreinander, bevor ich wusste, dass es für ihn einfach austauschbar ist. innerhalb von sekunden.
und alles, was bleibt, ist, dass ich mich schuldig fühle, weil ich so viel weine und fertig bin. weil ich sollte nicht.
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hätte
hätte irgendwie lust, mir die haare abzurasieren.
oder halt zumindest so 10 mm. und dann blau färben oder so.
die dudes, die sich online extra laut woke, edgy, feministisch performen, sind auch die, bei denen Gleichberechtigung in privaten Beziehungen nicht vorhanden ist, weil es immer nur um sie selbst geht. aber das ist auch nicht erstaunlich eig, weil wenn ich mich schon online so laut als etwas performen muss, dann ist es halt genau das: eine Performance und mehr nicht.
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will
will „flüstern“ von s. gugic lesen.
ich schaffe es noch immer kaum räume zu betreten. y war sehr lieb diesbezüglich am Wochenende, weil er wieder auf mich zugegangen ist. Aber die anderen, er müssen das ständig machen, und ich frage mich, ob es einen Punkt gibt, an dem sie damit aufhören. Aber ich hoffe einfach, sie lassen mich nicht los.
ich hab halsweh, weil es so kalt ist.
(ich weiß noch, wie überfordert ich damit war, mit twitter, den intertextuellen bezügen, wie mir das zu beginn so vorkam, als würde jmd in mich hineingreifen / etwas aus mir herausziehen, aus einem intimen raum in den öffentlichen und es dort verzerren, und wie oft habe ich das wiederholt und träume über gespräche gelegt, träume und sand.)
ich weiß jetzt schon, das wichtigste buch 2022 wird für mich GHOST OF von Diana Khoi Nguyen sein. das habe ich im jänner gelesen. aber es war da schon klar, dass es das ist.
wie soll ich es schaffen, jeden tag aufzustehen. ständig fällt mir dieser satz ein von h. kräftner, dass ihr das herz so weh tue.
unheimliche bilder.
ich wurde für eine anthologie eingeladen und das freut mich sehr, weil es auch bedeutet, neben dem, das mein schreiben gesehen wird, das ich dazugehöre. und ich versuche, das zuzulassen, dieses mal.
aber ich werde trotzdem immer die sein, die nicht im raum ist. und es ist nicht auf dauer aushaltbar, denke ich, für andere menschen, die angststörung und das ich so leise bin. dass ich lieber nicht spreche, als zu viel zu sagen, weil man ein unbedachtes wort nicht zurücknehmen kann, aber nicht ausgesprochenes theoretisch immer noch sagen wird können. das alles aber ist nie genug, da kann ich mich noch so zusammenreißen.
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heute
heute nur ca 2-3 stunden geschlafen, dann arbeit, dann druckwerkstatt (bis 20 uhr). mit LS & GM gedruckt in Mint und Jägergrün. Für ihren Artist Talk nächsten dienstag. der drucker hat einwandfrei funktioniert. dadurch hat es „nur“ 2 stunden gedauert.
das was ich zv an twitter vermisse war diese zeit so 2017-2018, wo wir uns alle gegenseitig ständig auf die texte/tweets der anderen bezogen haben und das ein riesiges intermediales netz war durch dass ich mich bewegen konnte. mehr als das.
Hab erfahren, das 1 Text von jmd in 1 Zeitschrift veröffentlicht wird und mich sehr darüber gefreut.
jetzt klebt wieder 2 bis 3 tage überall auf mir druckerfarbe (weil einmal musste ich dann doch den master von der trommel lösen und jetzt bin ich ÜBERALL grün und die farbe löst sich nur schwer von mir).
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mehrere
mehrere bücher/zeitschriften beim flohmarkt erworben, ua 1 alte ausgabe der kolik & das neue buch von s. schmitzer.
beim achse verlag das buch von e. ahmedi bestellt.
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morgen
morgen treffen mit LM wg der Fotos.
J hat mir ihr neues Heft geschickt „Synkope“. (Auf dem Briefumschlag eine Qualle, im Umschlag, außer dem Heft, eine Postkarte, mit Läufer:innen vor dem Eiffelturm). Und ich hab mich über das alles gefreut, weil es so behutsam ausgewählt war, für mich, wie sie mich kennt.
ansonsten: an Beton denken.
„Ich gehe, damit die Dinge ganz bleiben“ (L Stahlmann, S. 45)
Ich habe das Buch über Quallen mit, das L. Stahlmann Buch, das Buch von Teresa Präauer über Ilse Aichinger und Evermore.
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müde sein
diese Woche zwei Einreichungen für AN und mich abgeschickt, eine folgt noch. NULZ Reminder ausgeschickt, nächste Woche dann das Treffen, die Züge, in denen ich lebe.
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gibt
gibt es eig jemand, der es geil findet, sich auf so literaturevents in irgendeiner weise performen zu müssen? (also ich kann mir eh gut vorstellen, welche menschen das nice finden und ich verurteile die auch sehr dafür); ich find’s größtenteils anstrengend und ich fang dann auch an, irritierende sachen zu sagen in smalltalkgesprächen, va wenn mich der joviale ton nervt
anyhow, hab ich auf die aussage von so 1 literaturdude, dass sie grad über das literaturhaus gelästert hätten und dass er hoffe, ich sehe ihnen das nach, zuerst gesagt, warum er denkt, dass mich das stört. und dann hat er gemeint, weil ich ja von hier bin. und dann hab ich gesagt, ich hab null emotionale beziehung zu diesem oder irgendeinem anderen literaturhaus, ich find literaturhäuser grundsätzlich einfach scheiße. (das stimmt natürlich nicht, literaturhäuser sind mir grundsätzlich egal, mich hat nur das gespräch genervt.)
ich sag mir jedes mal vor so veranstaltungen, ich muss mich zusammenreißen und nicht irgendwas sagen, was ich gar nicht so meine, nur weil ich so genervt bin von dieser aalglatten oberfläche und ich die irgendwie durchbrechen will. und die anderen leute denken dann ja, ich meine das so. das ist dann schon ein problem, weil es ja nicht stimmt.
aber ich schaff es jedes mal nicht und dann ist es für die anderen personen natürlich irritierend, also grundsätzlich denken dann alle wieder, ich bin weird, weil ich mich nicht an die konversationsregeln halte (die glaub ich besagen, dass man ständig alles supertoll finden muss). andererseits sollte es mir mittlerweile auch einfach egal sein.
dann irgendwie albtraum davon, dass diese literaturparty in unserer wohnung weitergeht. schreckliche vorstellung. ich hab eine andere autorin mit einem kugelschreiber angeschrieben in m1 traum.
aber grundsätzlich hab ich, abgesehen davon, und dass ich mich nicht von allen verabschiedet habe, wie wir gegangen sind (weil das war mir echt zu anstrengend, außerdem hatte mich v abgefangen und mich irgendwie 10 minuten zugeredet, und dass ich ihr unbedingt den termin zur nächsten lesung schicken soll, weil sie will unbedingt hinkommen), also hab ich mich nicht von den literaturdudes verabschiedet, aber ich würd es auch gern etablieren, dass man sich nicht von allen verabschieden muss.